#49 Jan Steffen & Dr.‘in Susanne Landis: Was gute Wissenschaftskommunikation wirklich ausmacht

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00:00:30: Hallo und herzlich Willkommen hier bei Let's Talk Science zu unserer ersten Spezialfolge im Jahr.

00:00:40: für alle, die dieses Jahr erst angefangen haben den Podcasts zu hören.

00:00:44: Ich bin Lief – das vielleicht kurz vorab – und der ganze Thema Spezialfolge kann man sich so vorstellen dass durch das Wissenschaftszertifikatsprogramm was man am Graduiertenzentrum hier besuchen kann und aufgrund dessen dieser Podcast hier ins Leben gerufen ist.

00:01:03: Viele Doktorandinnen, Berührungspunkte mit dem Thema Wissenschafts-Gemunikation natürlich haben erste Tools entweder kennenlernen manchmal aber auch schon know how schärfen.

00:01:15: Und tatsächlich viele, viele, die hier zu Gast waren.

00:01:18: Auch selbst gemerkt haben Mensch da kann man ja beruflich sogar was draus machen.

00:01:21: und nach meiner Promotion möchte ich gar nicht in der Forschung bleiben sondern ich möchte in die Wissenschaftskommunikation gehen.

00:01:28: und deshalb haben wir uns hier gedacht Wir laden alle dritte Doppelfolge ist es immer Leute hier in unseren Podcast ein Die bereits in der Wissenschaftskomunikationsberuflich tätig sind aus unterschiedlichen Bereichen und so auch heute.

00:01:46: Heute haben wir quasi zwei Personen hier, die sich natürlich gleich selbst immer vorstellen dürfen – die Wissenschaftskommunikation für Exzellenzklaster hier an der CAU eben machen und ganz unterschiedliche Wege hatten wie sie zu ihrer Wissenschaftskommunikanion diesen beruflichen Weg bestritten haben.

00:02:05: Und das wollen wir uns in dieser Folge mal angucken!

00:02:08: Das ist nämlich ganz schön dass ich in… Ich weiß nicht Knapp vier Jahren mit diesem Podcast.

00:02:16: Nicht sagen könnte, es gibt die eine Definition von Wissenschaftskommunikation und alle Doktorandinnen haben eine eigene Definition nach diesem Zertifikatsprogramm.

00:02:24: Und selbst alle Expertinnen, die wir hier einladen, haben ihre eigene Definion von Wissenschaftskommunication und das wollen wir uns mal heute angucken wie das bei euch so ist!

00:02:33: Also erstmal Hallo und schön dass ihr da seid.

00:02:36: Jan vielleicht magst du anfangen und dich einmal vorstellen?

00:02:40: Ja, hallo.

00:02:41: Danke, dass ich hier sein darf!

00:02:42: Mein Name ist Jan Steffen und ich mache Wissenschaftskomponikation im Ex-Lens-Klasse der Roots in der Uni Kiel.

00:02:48: Und mein Weg war tatsächlich mit ein bisschen mehr Umweg sozusagen noch als das was du gerade beschrieben hast also nach der Promotion und sich dann überlegt, dann mache ich halt Wissenschaftskommunikation statt Wissenschaft.

00:03:01: Ich habe schon während des Studiums angefangen für Zeitung zu schreiben, also journalistisch zu arbeiten hab dann auch nach dem Studium tatsächlich eine journalistische Ausbildung erst mal gemacht, habe dann für Tageszeitungen gearbeitet in der Zeit lang.

00:03:14: Und bin dann irgendwann in einer der Pressestelle einer wissenschaftlichen Einrichtung gelandet und bin so dann in die Wissenschaftskommunikation gekommen.

00:03:22: also das war jetzt kurz mein Weg in die Wissenschaftskommunkation.

00:03:26: Vielen Dank!

00:03:26: Dann haben wir hier noch Susanne Setzen.

00:03:28: Hallo.

00:03:28: Hallo schön dass ich hier sein darf.

00:03:30: vielen dank für die Einladung.

00:03:31: Ich bin in der Wissenschaftskomunikations tätig für das Excellence Cluster PMI Das steht für Präzisionsmedizin in chronischen Entzündungserkrankungen.

00:03:43: Mein Weg war auch kein Gradliniger hierher, sondern über sehr viele Ecken und ich würde fast sogar behaupten dass das auch das ist was es ausmacht um in der Wissenschaftskommunikation tätig sein zu können dass man viele Sachen gesehen hat, dass man Dinge ausprobiert hat, viele Bereiche kennengelernt hat um diese Offenheit zu haben um über Sachen berichten zu wollen.

00:04:07: Ich habe nach meiner Promotion hier in Kiel mich selbstständig gemacht als wissenschaftliche Illustratorin erstmal, um visuell Wissenschaft zu kommunizieren.

00:04:16: Das war mal so mein Weg eigentlich – also ein Bild sagt mir erst tausend Worte diesen Ansatz und bin jetzt seit Februar ganz neu bei PMI zuständig für Presse- und Kommunikationen.

00:04:29: Also haben wir das geschenkt mit euch beiden, dass wir einmal eine Person haben die aus der Forschung heraus.

00:04:36: Wie gesagt, einige der Doktorandinnen hier auch aus der Forschung nach der Promotion sich für Wissenschaftskommunikation entschieden hat.

00:04:43: Und auf der anderen Seite haben wir so ein bisschen den Weg über den Journalismus – das ist ganz schön!

00:04:49: Da kann ich schon mal tiesern.

00:04:50: Unser nächster Doktorant kommt auch aus dem Journalismus und hat sich dann während seines beruflichen Werdegangs noch für eine Promotion entschieden.

00:05:01: spannenden Ansatz, wie er Wissenschaftskommunikation greift und das bringt uns vielleicht schon zu so einer ersten Kontroverse.

00:05:08: Ich weiß als ich hier angefangen habe noch fürs graduierten Zentrum zu arbeiten gab es einen Treffen von vielen Leuten die rund um den Campus im Bereich Wissenschafts- kommunikation tätig sind Und ich nehme die Anekdote immer ganz gut, um sich einer möglichen Definition zu nähern.

00:05:26: Weil es darum ging dass auf der einen Seite Leute saßen, die meinten also für uns ist die reine Wissensvermittlung eigentlich schon Wissenschaftskommunikation und wenn ich in der Schule bin dann reden wir eigentlich auch irgendwo schon von Wissenschaftskomunikations.

00:05:41: und auf der anderen Seite saßen dann Leute die sich vehement dagegen gewährt haben und gesagt haben, um Himmelswillen.

00:05:49: Das ist keine Wissenschafts-Kommunikation.

00:05:51: Wissenschafts Kommunikation fängt wirklich ganz nah an der Forschung an.

00:05:55: Und das sind vielleicht Journal-, Veröffentlichungen, Paper-, vielleicht die offizielle Pressestelle einer Uni.

00:06:02: Das is Wissenschaftskommunication!

00:06:04: Es ist immer noch mal über WissenschaftlerInnen sozusagen rückgekoppelt und verifiziert.

00:06:11: Also da müssen wir ganz klar differenzieren.

00:06:13: Und ich hab immer gesagt, ich positioniere mich vielleicht irgendwo so in der Mitte?

00:06:18: Also weder das eine noch das andere und ich glaube viele die den Podcast hören wissen natürlich dass wir explizit immer unter interner und externer Wissenschaftskommunikationen schon unterscheiden müssen und uns hier jetzt heute mit externawissenschafts kommunikation beschäftigen.

00:06:34: wo würdet ihr denn sagen fangt ihr an, das als Wissenschaftskommunikation zu betrachten?

00:06:40: Und wo würdet ihr sagen ja da hört es dann eigentlich auf.

00:06:45: Ich glaube ich würde schon sagen dass auch der Weg in die Schule Wissenschaftskimmunikations ist vielleicht nicht das normale Kurikulum aber in den letzten Jahren gab sie auch immer wieder Programme aus verschiedenen Clustern Institutionen an der Uni mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen Lehrmaterial für die Schulen produziert haben.

00:07:04: Und also meiner Meinung nach ist es auf jeden Fall auch Wissenschaftskommunikationen, aber ich würde ganz klar unterscheiden und sagen jede gute Wissenschafts- kommunikation fängt eigentlich damit an dass man sagt wer ist denn eigentlich der Empfänger?

00:07:18: so ihn möchte ich ansprechen.

00:07:20: sind das Kinder sind das Jugendliche Erwachsene Betroffene?

00:07:25: deswegen ist das Spektrum sehr breit.

00:07:27: Also Ich würde nicht sagen Es ist nur die eine oder die andere Gruppe.

00:07:29: Ja, also du sagst eine Zielgruppendefinition ist schon mal der erste Schritt für eine erfolgreiche Wissenschaftskommunikation.

00:07:38: Ich glaube alleine durch die Vielfalt der Kommunikationskanäle inzwischen sehe ich das genauso, es ist so ein bisschen das A und O. Es gibt kaum noch Formate mit denen man relativ breit eine große Zielgruppe erreichen kann.

00:07:52: aber hier die Kieler Forschungswerkstatt beispielsweise wir sitzen relativ nah am botanischen Garten.

00:07:57: heute zur Aufzeichnung Das ist für mich eigentlich Wissenschaftskommunikation in einem sehr guten Beispiel und richtet sich explizit an Schulkinder Und auch das IPN.

00:08:09: also die haben ja auch einen eigenen Forschungsansatz, wo sie wiederum die Wissenschaftskommunikation, die an der Schule jetzt immer wichtiger und wichtiger wird, beforschen in ihrer Wirksamkeit.

00:08:22: Und da würde ich dann auch sagen also wenn wir den Wogen zum Anfang zur ursprünglichen Kontroverse sozusagen spannen wollen, ist das ja sogar die Forschung zu Wissenschaftskomunikations selbst im Kontext Schule und Lehre – eigentlich auch Wissenschafts-Kommunication!

00:08:39: Was sagst du dazu?

00:08:41: Also ich finde, die Forschungswerkstatt war jetzt gerade ein gutes Beispiel.

00:08:45: Ich würde mich auch, wie du sagst, irgendwo in der Mitte bei dieser Kontroverse platzieren... Ich glaube es gibt schon einen Unterschied zwischen reiner Wissenskommunikation oder reiner Wissenschaftsvermittlung und Wissenschaftskommunikation weil es bei Wissenschaftskomunikations ja auch so was um sowas gehen soll wie Verständnis für wissenschaftliche Prozesse, für Erkenntnismildung in der Wissenschaft usw.

00:09:06: Wenn das jetzt wirklich nur um Fakten-Vermittlungen geht weiß ich nicht ob das dann noch Wissenschaftsvermittlung ist.

00:09:12: Natürlich gibt es eine große Grauzone dazwischen.

00:09:14: und deshalb jetzt zurück zur Forschungswerkstatt, genau da geht's ja darum.

00:09:18: das werden die wissenschaftlichen Fakten zwar sehr weit runtergebrochen weil es halt auf Schülerinnen und Schüler angepasst ist teilweise ja sogar unter bis zu fünf schon Klasse im Archivorabor zum Beispiel.

00:09:28: dass ist mit dem wir zusammenarbeiten.

00:09:31: Gleichzeitig sollen aber wissenschaftliche Prozesse halt vermittelt werden.

00:09:34: Also die kriegen nicht nur einfach Fakten zur Steinzeit vermitteln, sondern sollen tatsächlich selbst Polen aus einem Fund natürlich gefaked, aber herausschlemmen, die dann untersuchen an der Hand dieser polnbeispelhafende Landschaftskonstruktion machen also schon den Prozess mitkriegen.

00:09:50: und deshalb ist das für mich eindeutig auch Wissenschaftskommunikation und nicht einfach nur Wissensvermittlung.

00:09:56: Und wenn so was mit drin ist wie gesagt es gibt eine große Grauzone brauchen wir auch Wissen.

00:10:01: Das heißt nicht, dass Wissensvermittlung nicht wichtig ist aber zu Wissenschaftskommunikation sollte halt auch so ein bisschen diese Vermittlung des wissenschaftlichen Prozesses gehören im Idealfall.

00:10:11: Ich war gerade sagen das nämlich spannend weil den Gedanken würde ich dann weiter spinnen sollen Wenn wir jetzt zu Forscherinnen kommen, die Selbstwissenschaftskommunikation betreiben und meiner Meinung nach lebt Wissenschaftskommunkation noch sehr von Erfolgsgeschichten.

00:10:26: Weil das ein bisschen an Forschung gekoppelt ist.

00:10:30: der Erfolg des Ergebnisses Das ist quasi eine Meldung in Anführungsstrichen wert.

00:10:36: Ich habe das Gefühl da passiert natürlich gerade auch ein bisschen was aber ich würde auch nicht sagen noch nicht so ultra viel Und da geht es ja prima darum zu sagen, okay das haben wir herausgefunden.

00:10:47: Wir brechen jetzt einen Tick runter um uns der Gesellschaft irgendwie verständlich zu machen vielleicht im medizinischen Bereich beispielsweise dass und das hat das vielleicht für Vorteile in der Anwendung irgendwann und wir nehmen euch ein bisschen mit schon ganz früh damit es wenn es irgendwann in der anwendung ist vielleicht kein großes staunen mehr gibt.

00:11:08: aber da fehlt mir beispielsweise relativ häufig das Verständnis fürs wissenschaftliche Arbeiten an sich, weil ich da grundsätzlich unheimlich viel Potenzial sehe.

00:11:18: Da würde ich sagen ist dann die Vermittlung hier für die Schule schon drei Schritte weiter, weil es da glaube ich auch drum geht jungen Menschen wieder mehr dieses Hinterfragen-Fragenstellen mitzugeben was vielleicht bis dahin verloren gegangen ist leider oder noch nicht ganz so in den Fokus gerückt wurde.

00:11:37: Oder täuscht meine aktuelle Einschätzung der Situation?

00:11:41: Nee, ich glaube nicht dass das täusht.

00:11:44: Zumal ist ja auch noch diesen zum großen Bereich Wissenschaftskommunikation den sich sehr überschneidenden Griff der Wissenschafts-PR gibt.

00:11:51: und gerade wenn man im institutionellen Rahmen unterwegs ist wie wir das jetzt sind haben wir natürlich oder haben unsere unsere Institution natürlich auch ein Interesse daran dass ihre Forschung besonders gut dargestellt wird Und es wird auch bestärkt also Das heißt, in Pressemitteilung zum Beispiel.

00:12:08: Es hängt natürlich auch sehr vom Format ab.

00:12:10: Wird man kaum die Möglichkeit haben groß den wissenschaftlichen Prozess darzustellen?

00:12:14: Einfach weil es kurz und knapp sein muss und das muss sich toll anhören, damit es überhaupt aufgenommen wird.

00:12:19: Etwas was nicht unbedingt nur an der Institution liegt für die wir arbeiten sondern tatsächlich auch am Wissenschaftsjournalismus denn auch der ist aufgrund von Personalmangel usw.

00:12:31: Was mein Eindruck zumindest ist in den letzten Jahren.

00:12:35: Corona war jetzt ein bisschen was anderes, aber insgesamt eher schwächer geworden.

00:12:40: Das heißt er ist auch weniger in der Lage oder schafft es Wissenschafts PR zu hinterfragen mehrere Themen zusammenzubringen Gesamtbild zu schaffen sondern nimmt halt gerne die Science für Öffentlichung Auch wenn wir wissen dass Science für öffentlichungen gerne mal auch wieder zurückgezogen werden weil das halt Cutting Edge Wissenschaft isst Die halt auch mal Fehler macht.

00:13:00: Es gehört dazu Und trotzdem guckt Wissenschaftsjournalismus halt sehr stark auf so Nature, Science und das wird dann sofort gemacht.

00:13:07: Alles andere wird liegen gelassen.

00:13:10: Das heißt dieses Neuigkeit JETZ-Paper, das wird auch durch den System des Wissenschafts Journalismus gefördert und natürlich gehen wir da darauf ein als Wissenschaftskommunikaturen und nutzen das.

00:13:21: Gleichzeitig finde ich aber genau wie du gesagt hast, dass solche Formate oder andere Formate, wo wir halt auch den Prozess irgendwie mit reinbringen total wichtig sind.

00:13:32: Um halt von diesem Rhein jetzt sein Paper erschienen und das sind Fakten die ja auch noch weiter diskutiert werden.

00:13:38: Das ist der wissenschaftliche Prozess, das gehört dazu wegzukommen und halt genau dieses Verständnis für Wissenschaft zu produzieren.

00:13:45: Dazu gehören auch öffentliche Veranstaltungen, da sollen ganz viele Formate den Kern von Wissenschaftskommunikationen ausmachen.

00:13:54: Und die ja auch zum Beispiel in der Leitlinie gute Wissenschafts- kommunikation so verankert sind, also dass man das mit reinbringen soll und das ist halt vom Format abhängig.

00:14:05: bei Pressemitteilung funktioniert es wahrscheinlich nicht so gut.

00:14:07: In anderen Formaten funktioniert's besser.

00:14:09: Ja ich würde auf jeden Fall da später nochmal darauf zurückkommen.

00:14:12: jetzt gehen wir wieder einen Schritt näher an euch heran.

00:14:17: interessant für gerade Junge BerufseinsteigerInnen, will ich sagen.

00:14:22: Ohne das an einen Alter zu koppeln die sagen Wissenschaftskommunikation das reizt mich total ist natürlich was waren vielleicht für euch damals ausschlaggebende Gründe?

00:14:31: also bei dir Susanne war es du hattest die Promotion in der Tasche dass dich dann ganz offensichtlich gegen eine weitere Forschungskarriere entschieden.

00:14:41: Was war bei dir so der Ausschlaggebendepunkt?

00:14:43: Dass Du gesagt hast wissenschaft ja aber dann eher Wissenschaftskommunikation.

00:14:50: Ich glaube, da muss ich noch früher zurückgehen tatsächlich in mein Studium.

00:14:54: Da habe ich Umwelt- und Naturwissenschaften in Zürich studiert und hab da nebenher im Zoologischen Museum gearbeitet und auch Führungen gemacht Kindergeburtstage – und da hat es bei mir eigentlich angefangen so diese Begeisterung die selber für Naturwissen haben weiterzugeben an Kinder Und ich gemerkt habe, wie viel Spaß mir das macht und wie sinnvoll in meinen Augen es ist, dieses Wissen weiterzugeben.

00:15:20: So meine Begeisterung – ich liebe Wissenschaften, das einfach weiterzugehen!

00:15:23: Ich glaube, dass hat da so angefangen.

00:15:25: Dass ich gemärkt habe, das ist für mich beruflich jetzt auch vielleicht.

00:15:29: Und der visuelle Punkt oder Ansatz war halt auch immer schon etwas, was seine Leidenschaft von mir war.

00:15:34: Ich war mal hin und her gerissen zwischen Wissenschafts- und Designkunst und habe nach meinem Studium auch kurzzeitig an der Kunsthochschule studiert um zu merken dass es dann das auch nicht ist sondern wirklich die Kombination aus diesen beiden Dingen die mich total glücklich machen und erfüllen und ich sinnvoll finde.

00:15:52: also da hat das bei mir eigentlich angefangen dass sich in die Wissenschaftskommunikation das hieß damals gar noch nicht wirklich so.

00:15:57: Ich weiß gar nicht, wie lange man schon über den Begriff Wissenschaftskommunikationen spricht.

00:16:03: Aber es war wirklich mehr einfach so, dass ich immer gesagt habe, ich möchte dieses Wissen weitergeben.

00:16:08: Ich möchte andere Leute auch dafür begeistern.

00:16:11: Es ist großartig was hier geforscht wird, es ist schade wenn's nicht in die Öffentlichkeit geht weil es sind ja so viele Punkte und so viele tolle Sachen, die meine Kolleginnen und Kollegen zum Beispiel während der Doktorarbeit rausgefunden haben, die dann so manchmal einfach verpufft sind.

00:16:24: Und ich glaube das sind diese ganzen Faktoren, die mich geformt haben oder diesen Weg auch reingebracht haben.

00:16:30: Ja, total schön.

00:16:31: Aber ich stimme dir zu!

00:16:32: Also am Anfang dieses Podcast habe ich immer die steile These verfolgt dass Wissenschafts-Gemunikation gerade durch Corona so einen Aufschwung erlebt hat weil man halt festgestellt hat wie wichtig das eigentlich ist die Gesellschaft wirklich deutlich aktiver mit einzubeziehen.

00:16:48: und ich hatte aber auch deutlich Gegenwind, weil Leute gesagt haben, das gab es auch schon viel früher.

00:16:54: Und Sendung wie die Sendung mit der Maus, Löwenzahn ... Das ist ja auch schon Wissenschaftskommunikationen.

00:17:02: Habt ihr das dann alle vergessen?

00:17:04: Also das gab's schon.

00:17:05: Ich steh immer noch sehr dahinter, dass Corona glaube ich nochmal ein Wachrüttler war und es gibt deutlich mehr Formate meiner Meinung nach und deutlich ziergruppenspezifischer als wir es am Anfang gesagt haben.

00:17:17: aber Davor gab es auf jeden Fall auch schon Wissenschaftskommunikationsformate, die offensichtlich nicht als solche geframed waren und jetzt erst im Nachhinein.

00:17:27: Als solche wahrscheinlich betrachtet werden oder dazugezählt werden können.

00:17:31: Jan wie war's bei dir?

00:17:32: Du hast ja Anfangs gesagt du kommst eben aus dem Journalismus.

00:17:35: also ich finde Journalismus- und Wissenschaftskomunikation das ist halt gar nicht... Das ist an sich nicht voneinander entfernt wenn man sagt dass ist mein Schwerpunkt einfach im Journalismus.

00:17:44: aber wir

00:17:49: Na ja, meine Leidenschaft galt ursprünglich mal in meinen Studienfächer ein.

00:17:52: Also ich komme aus den Geistwissenschaften und habe tatsächlich mal Geschichte und Ur-und Frühgeschichte studiert.

00:17:56: Das heißt, ich arbeite jetzt auch wieder an dem Bereich, den ich mal studiert habe.

00:18:00: Und ich fand einfach die Fächer und was man da menschliche Gesellschaft herausfinden konnte total spannend war aber glaube ich einfach auch sonst total neugierig in alle Richtungen.

00:18:13: Und dann kam bei mir privat.

00:18:14: noch dazu, dass ich mir irgendwann mal in Wendestudiums überlegen musste wie ich mich so finanziere und hab dann halt irgendwie ein Job mehr oder weniger zufällig tatsächlich bei einer Lokalzeitung hier in der Region bekommen als freier Mitarbeiter.

00:18:28: Und fand das total spannend und habe dann irgendwie glaube ich mit der Zeit gemerkt, dass dieses halt auch wenn es jetzt nicht so wissenschaftlich war aber diese sich ständig mit anderen Themen, also Lokalpolitik, dann Sport und alles Mögliche, da ist ich ja total spannend im Gefahren sehr viele Themen abzudecken.

00:18:44: Und dann war irgendwann die Entscheidung Promotion oder nicht Promotion und ich wahrscheinlich, als ich bewundere jeden Menschen der das schafft sich drei Jahre lang auf ein Thema zu konzentrieren ist es total wichtig.

00:18:55: aber ich habe gemerkt dass ist nichts für mich und deshalb habe ich dann halt als ich das Angebot gekriegt hab das Volontariat angenommen und habe diese journalistische Ausbildung gemacht um halt naja also viele Themen kurz schnell lag mir offensichtlich irgendwie mehr.

00:19:11: Ich hab aber halt diese Neugierde, also musste die natürlich auch in dem Job behalten und fand halt sehr viele Themen spannend.

00:19:18: Also einfach mein alten Thema.

00:19:19: ich habe auch gern über historische Themen dann geschrieben wenn sich die Gelegenheit ergeben hat aber halt auch über naturwissenschaftliche Themen.

00:19:26: das ist hier in der Region nicht so schwierig.

00:19:27: wir haben eine Küste und das Meer und Meeresforschung ist ein Kilkroß usw.

00:19:32: Und dann stand wieder ne bufliche Entscheidung an weil sich... Auch damals haben sich die Vertragsbedingungen im Journalismus schon deutlich verschlechtert.

00:19:45: Und gleichzeitig hatte das Geoma eine Stelle in der Presse-Stelle ausgeschrieben und ich habe mich beworben, bin genommen worden, hatte Glück und bin dann so da gelandet und hab' mich als geistliches Schaftler in die Meeresforschung eingearbeitet was glaube auch gut war weil wir da ein Team gebildet haben von Leuten, die teilweise aus den Naturwissenschaften oder aus der Meereswissenschaft haben und teilweise eben von ganz außen.

00:20:12: Und das war eine super Kombi fand ich.

00:20:14: also finde ich immer noch im Nachnein.

00:20:17: Das war dann mein Weg in die Wissenschaftskommunikation und so bin ich jetzt hier gelandet an irgendwann.

00:20:23: Ich glaube gerade im Bereich Kommunikation je nach Format und je nach Zielgruppe ist es wie so ein Regulativ wenn man Leute hat, die nicht zu tief schon in der Forschung drin sind weil Ich glaube, es kennt jede Person.

00:20:34: Wenn man irgendwie was macht und man macht das immer häufiger dann fällt einem gar nicht mehr auf in was für eine Blase man sich eigentlich schon befindet und was für Begrifflichkeiten vielleicht super selbstverständlich sind und andere sich denken um Himmelsbin, wovon redet die Personen eigentlich?

00:20:47: Und gerade wenn man in der Wissenschaftskommunikation Leute mit einbezieht, die nicht zu tief selbst in der Forschung sind haben... Man irgendwie die Gewissheit, dass man eben nachfragt.

00:20:56: Was bedeutet das eigentlich?

00:20:57: Worauf müssten wir achten?

00:20:58: Was sind vielleicht Sachen für die Gesellschaft, die nicht so klar sind wie für euch, die jeden Tag genau immer wieder diese Themen beforgen?

00:21:07: Wann daher ist das?

00:21:07: Ich glaube ich gar nicht mal so ein schlechter Ansatz.

00:21:11: Also ich weiß bei einem anderen Podcast-Format da geht es um Biomedizintechnik.

00:21:15: So ich habe auch Geschichte in Medienwissenschaften und Europäische Ethnologie studiert also... Keine Ahnung von medizinischen Geschweige, denn von ingenieurwissenschaftlichen Themen.

00:21:25: Und es ist aber der perfekte Kontrollmechanismus um an dieser Stelle zu sagen nie ihr drifft dazu so doll in euer Fachvokabular ab was bei Wissenschaftskommunikation ganz spannend ist weil das auch ein Riesen-Aha Momentum ist hier bei den DoktorandInnen wenn sie in den Kursen feststellen ich kann meine Forschung gar nicht anders erklären.

00:21:46: also es fällt mir so schwer andere Wörter zu finden oder komplexe Sachverhalte so runterzubrechen, dass ich es a. nicht verfremde und mein eigentliches Thema verliere aber auf der anderen Seite ist ja trotzdem verständlich sein soll.

00:22:02: Und das ist ja ein bisschen die Chance, die man dann mit euch beiden hat weil das ja auch mit eurer Expertise ist.

00:22:08: Habt ihr das oft?

00:22:09: Also interessiert mich irgendwie gerade so ob das DoktorandInnen oder andere Leute zu euch kommen und sagen wie könnte ich's besser kommunizieren?

00:22:17: oder wie würdet ihrs machen Du nix?

00:22:19: Ja, ich glaube das ist so ein Kern.

00:22:21: Also zumindest jetzt in meiner Vergangenheit... Ich bin ja jetzt neu hier beim PMI-Cluster und da ist es jetzt noch nicht so aufgetreten.

00:22:27: aber ich glaube dass ist ja wirklich der Kern, dass man sagt wie kann ich etwas was höchst komplexes so erklären damit mein Gegenüber das versteht?

00:22:38: Und ich muss sagen, also ich glaube schon auch das es total Vorteile hat fachfremd zu sein in so einer Position.

00:22:43: Aber von meiner Perspektive aus ist es auch wirklich gut dass sich eine naturwissenschaftlichen Background habe weil ich dann auch schon mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf einem höheren Niveau einsteigen kann sie zu verstehen um ihnen zu helfen das runterzubrechen.

00:23:00: Also die müssen mir sozusagen nicht alles direkt runterbrechen schon, weil dann verliert man sich auch irgendwie so ein bisschen.

00:23:07: Sondern ich kann wie ein bisschen auf ihr Niveau klettern natürlich nicht auf dasselbe aber zumindest in die Richtung und verstehen.

00:23:15: also wenn ich als Evolutionsbiologin kann ich gut mit einer Medizinerin sprechen zum Beispiel.

00:23:19: Wir haben ähnliche Begriffe wir haben eine ähnlichen Sprache und das ist schon ein Vorteil auch den ich sehe jetzt in einem Fach zu sein oder den Background zu haben, um das auch kommunizieren zu können.

00:23:31: Also als Gegenperspektive auch.

00:23:33: Ich verstehe auch Jans Ansatz weil es ist doch gut wenn man mal von außen kommt und einfach sagt ich mache jetzt Dinge anders und ich erkläre sie anders.

00:23:40: aber also beides würde ich sagen ist ein guter Weg.

00:23:43: auch ja.

00:23:44: Ja beide sind völlig legitim.

00:23:47: Man muss halt aufpassen, dass man das Wagen runter bricht.

00:23:50: Beziehungsweise wenn man jetzt völlig fachfremd ist, muss man sich natürlich oft die Themen einlassen.

00:23:55: Das hat beides vor und nachteile.

00:23:57: Das ist was ich meinte mit dieser Kombi.

00:23:59: Wenn ich die Wahl hätte und ein Team aufbauen müsste würde ich immer gucken, dass das beides im Team drin ist.

00:24:05: Also Leute, die vom Fachfach verstehen und Leute die ganz von außen kommen so dass man diesen internen Abgleich hat.

00:24:10: Dann hat man nicht überall gleich einen Team.

00:24:12: Das is halt der Nachteil.

00:24:13: also Mittel sind ja auch beschränkt Aber so eine Idealvorstellung wäre das immer mein Team.

00:24:19: Und dass auf deine Frage zurückzukommen mit den Doktorandinnen, sowohl damals an Geoma als jetzt auch bei Roots merke ich ein ganz großes Interesse von Doktoranden, wenn die Gelegenheit da ist, auch gerne nachfragen was so Vermittlung angeht aber leider halt oft zu wenig Zeit.

00:24:38: also einfach weil sie so eingebunden sind in ihre Themen und das was sie sonst noch alles machen müssen für Promotionen und die in dem Schein, die sie noch machen müssen.

00:24:47: Und sobald das dafür oft zu wenig Zeit übrig bleibt also auch die Rückmeldung kriege ich ganz oft dass ich würde gerne aber Ich schaffe das gerade nicht ja also beides

00:24:58: Ja verständlicherweise das ist auch was wo ich sage Hut ab vor den Doktoranden die jetzt hier dieses Zertifikatsprogramm noch machen weil es natürlich absolut.

00:25:07: Also es passiert in der freie zeit klar Es gibt am Ende Dieses Zertifikat, eine Zusatzauszeichnung gar keine Frage.

00:25:14: Im Idealfall hat man Betreuerinnen die sagen wir supporten das aber auch da würde ich mal sagen haben wir ne bunte Streuung hier bei uns im Podcast auf jeden Fall zu Gast.

00:25:25: also da ist auch unheimlich viel Eigeninitiative dahinter.

00:25:30: viele müssen sich noch irgendwie quer finanzieren.

00:25:33: also dass es schon ist schon ein Ding.

00:25:37: und trotzdem ist mein Eindruck, dass in jedem neuen Antrag Wissenschaftskommunikation oder Outreach immer mehr Bedeutung gewinnt.

00:25:47: Und das eigentlich auch da immer mehr erwartet wird von Wissenschaftlerinnen selbst?

00:25:54: dass sie erlernen, wie Sie kommunizieren.

00:25:57: Dass sie im Idealfall zukünftig eben auch selbst deutlich aktiver Wissenschaftskommunikation betreiben – externe und nicht interne.

00:26:06: Und ich meine nicht mal die kleine Zwischenstelle, wo wir über interdisziplinäre Forschung sprechen, wo man also sagt, wo sind wir da?

00:26:13: Sind wir intern oder extern irgendwo dazwischen auf jeden Fall?

00:26:17: Sondern explizit externer Wissenschafts- kommunikation wird immer mehr gefordert Sag ich mir, gut das sind aber alles Wissenschaftlerinnen und es sind keine also nicht automatisch Kommunikationstalente.

00:26:31: Und das kann ich auch nicht erwarten und ich kann auch nicht warten dass sie das von heute auf morgen werden und eigentlich brauchen Sie fast schon wie so eine Nebenausbildung.

00:26:40: Also andere erlernen Journalismus gehen drei Jahre durch einen Volontariat hat, um wirklich zu wissen, wie kann ich was?

00:26:47: Wie kommunizieren.

00:26:49: und dann wird jetzt in den Anträgen mehr oder weniger erwartet dass das von heute auf morgen da irgendwo so ne Wissenschaftskommunikation, ich sage immer so ein Ökosystem entsteht.

00:26:59: und die Leute also teilweise gibt es ja Leute die sagen ach ist haben wir schon immer gemacht, kriegen wir auch hin und das glaube ich nicht.

00:27:05: Das finde ich mutig.

00:27:06: Wie erlebt ihr das?

00:27:08: Würdet ihr sagen, ja, das sehen wir auch und haben uns schon Gedanken drüber gemacht oder was glaubt ihr kommt da in den nächsten Jahren auf Wissenschaftskommunikationen und vor allen Dingen auch Forscherinnen zu?

00:27:21: Ich habe vor dieser Stelle, an der ich jetzt bin, in einer Designagentur für Wissenschafts- kommunikation gearbeitet Und da hat mir ganz viel zu tun mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in ihrer Anträge geschrieben haben, dass sie eine Wissenschaftskommunikationsaßnahme planen.

00:27:37: Und die waren aber dann so schlau oder gut sich halt wirklich Profis zu suchen, die das für Sie machen.

00:27:44: Ich finde es auch eigentlich den richtigen Weg zu sagen wir haben einerseits WissenschaftlerInnen, auf der anderen Seite die Kommunikatoren.

00:27:55: Wir erwarten nicht, dass die Wissenschaftlerinnen Kommunikationsaufgaben machen müssen.

00:28:00: Sondern sie haben ihre Experten.

00:28:01: Sie haben die Wissenschaftskommunikatoren, die dafür ausgebildet worden sind.

00:28:06: Die machen das und es gibt immer wieder solche, die total Lust drauf haben.

00:28:10: Die dürfen das natürlich gerne machen aber ich finde nicht, daß das eine Voraussetzung sein sollte.

00:28:16: Und so wie ich das auch erlebe ist es eigentlich sehr oft so eben, dass etwas in einer Antrag geschrieben wird was dann aber Forschenden selber machen müssen, sondern Experten.

00:28:27: Also Kommunikationsexperten dann machen sollen.

00:28:30: Ja also in den Anträgen wird oft viel reingeschrieben, wofür denn aber leider auch die Ressourcen nicht immer dafür da sind.

00:28:37: und genau das was Susanne gerade sagte für viele Dinge wäre es halt gut dann sich entsprechend professionelle Hilfe zu holen.

00:28:47: Aber oft sind einfach die Ressourcen dann gar nicht dafür da.

00:28:50: Und nehme ich auch schon seit vielen Jahren als Problem war, dass da halt um die Bedingungen der Mittelgeber zu erfüllen Dinge in Anträge reingeschrieben werden, die gar nicht so erfüllbar sind wie sie darin stehen.

00:29:04: Denn tatsächlich ja es gibt immer wieder talentierte Menschen Auch eine Wissenschaft von sich aus kommunizieren und überall auftreten und das ist super.

00:29:15: Aber das kann ja andererseits auch nicht, wie du schon gesagt hast die Richtlinie für wissenschaftliche Exzellenz sein.

00:29:21: So eine Wissenschaft, wo wir Menschen haben, die wissenschaftlich denken, die die Wissenschaft voran bringen und wenn sie da total super sind aber mit anderen Menschen überhaupt nicht kommunizieren können ist okay dann bringt ihr die Wissenschaft heran.

00:29:34: Das ist der Endjob!

00:29:35: Und dafür brauchen wir dann halt Leute, die sich mehr auf die Kommunikation verstehen.

00:29:40: und entweder man stellt wissenschaftlichen Teams so zusammen dass da jemand drin ist gut nach außen kommunizieren kann oder man holt sich halt externe Hilfe.

00:29:49: Oder, man hat halt das Glück wie jetzt zum Beispiel hier im Cluster oder bei einer größeren Institution dass man halt auch institutionalisiert schon Menschen hat auf die man zurückgreifen kann.

00:29:57: also entweder jetzt Referenten für Presseöffentlichkeitsarbeit wie hier in den Clustern oder eine Pressestelle an der Uni oder über größere Forschungseinrichtungen.

00:30:07: Aber tatsächlich, wie du ja auch schon gesagt hast ist es immer sehr hilfreich Expertinnen dazu zu holen die sich halt auch mit Kommunikation auskennen.

00:30:15: Ja, also was ich immer höre sind so wir brauchen Nachwuchs.

00:30:19: Also Thema... es ist jetzt nicht klassisches Recruiting aber es gibt Studiengänge.

00:30:24: entweder hat da jahrelang keine kaum oder nicht mehr die richtige Kommunikation stattgefunden wo einfach Leute nicht mehr sich einschreiben.

00:30:34: Wo wir aber wiederum wissen das sind Berufe die werden in den nächsten Jahren dringend benötigt und der nachwuchs kommt nicht so richtig.

00:30:43: Das heißt, das ist irgendwie was, was man kommunikativ mit berücksichtigen muss.

00:30:46: Dann ist natürlich klar, wenn ich Forschung erfolgreich kommuniziere dann werde ich vielleicht finanziell auch ganz anders berücksichtigt?

00:30:52: Dann gibt es wiederum Forschungen.

00:30:54: die kann sehr gut in die Wirtschaft kommuniziert werden weil man sagt wir finden Start-up Ausgründungen spektakulär oder Industrie Kooperation und da geht's ja häufig um den Faktor Finanzierung oder Querfinanzierung auch Politik, also politische Entscheidungen.

00:31:13: Und ich finde das ist grundsätzlich ein extrem breites Feld an Themen, die man berücksichtigen muss bei der Kommunikation.

00:31:21: Die in meiner Welt der Kommunifikation sind total unattraktive Themen weil ich mir denke Menschen sind wie du schon sagst super coole.

00:31:28: spannende wissenschaftliche Sachen passieren da.

00:31:31: warum können wir das nicht einfach der Gesellschaft mitgeben?

00:31:33: und wenn dann jemand aus der Politik sich angesprochen fühlt toll.

00:31:36: aber im Idealfall schafft man ja die Kommunikations so aufzubauen dass man eben diese unterschiedlichen Bereiche schon automatisch mit antiesert oder irgendwie anspeist, aber so funktioniert das halt nicht.

00:31:47: Also man hat finde ich aus der Kommunikationsperspektive ein unheimlich große Bucketlist an was muss ich eigentlich alles kommunizieren?

00:31:57: Was muss sich eigentlich alles berücksichtigen und was ist da eigentlich noch mein Werteantrieb in meiner eigenen Kommunikation.

00:32:05: worauf lege ich eigentlich wert?

00:32:07: also ich find es auf jeden Fall super herausfordernd dann noch zu berücksichtigen, eben welche Zielgruppen, welche Kanäle.

00:32:14: Was muss ich da berücksichigen?

00:32:15: Was wollen vielleicht die Wissenschaftlerinnen

00:32:16: selbst?".

00:32:17: Ich weiß das ist auch nicht immer so einfach dass sie sagen oh ja wir sind da super offen.

00:32:20: für klar mach mal ruhig dein Ding, riech das so runter wie du das richtig hältst und wenn wir dann eine erfolgreiche Wissenschaftskommunikation haben top!

00:32:28: Also auch da gibt es durchaus Leute die sagen müssen wir's eigentlich überhaupt machen wofür?

00:32:34: für meine wissenschaftliche Community ja eigentlich nicht.

00:32:37: was sind so?

00:32:37: wo sagt ihr Da sehen wir aber in den nächsten Jahren totale Vorteile.

00:32:42: Da freuen wir uns drauf, wenn es da hingeht oder das habt ihr euch privat vielleicht vorgenommen noch beruflich zu verwirklichen oder anzustoßen weil ihr sagt eigentlich steckt da total viel Potenzial dahinter?

00:32:54: Das ist eine vielschichtige Frage jetzt!

00:32:58: Ich fange mal an glaube ich mit dieser Diskrepanz zwischen dass es einige gibt die sagen Wissenschaftskommunikation ist vielleicht überhaupt nicht wichtig Die Forschung ist wichtig und die interne Wissenschaftskommunikation ist wichtig.

00:33:11: Das ist schwierig, finde ich mit solchen Menschen umzugehen weil sie wollen ja gar nicht kommunizieren.

00:33:16: Es gibt zum Glück immer wieder ganz viele, die auch merken wie wichtig das ist, gerade um Geldgeber in der Politik zu finden.

00:33:24: Ich glaube schon dass der Trend dahingeht... die Relevanz der Wissenschaftskommunikation zu stärken.

00:33:30: Also ich glaube daran kommen wir nicht mehr dran vorbei, dass es wichtig relevant ist unsere Wissenschaft auch in die Gesellschaft reinzubringen aus ganz vielen Gründen und... In der Zusammenarbeit dann mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlernen, also es ist ja so genau wie du sagst.

00:33:44: Wir haben ganz viele Sachen die wir machen müssen in unserem täglichen Beruf.

00:33:47: das sind total tolle Sachen, das sind Projekte die man sich vielleicht ein bisschen sucht wo man weiß oh darauf habe ich persönlich jetzt Lust.

00:33:54: zum Beispiel bei mir sind das jetzt diese visuellen Geschichten.

00:33:57: Ich hab' Total Lust Forschungsergebnisse in coole Visualisierungen zu kriegen.

00:34:03: Ein Papierposter

00:34:03: z.B.,

00:34:04: dass man sich dir an die Wand hängt Und man schaut sich das an.

00:34:07: Das ist ja ein cooles Post, aber warum geht's denn da?

00:34:09: Ah!

00:34:10: Cool.

00:34:10: Wissenschaftlingend.

00:34:12: Neues Forschungsresultat was auch immer.

00:34:14: Das ist so etwas Privates glaube ich jetzt, das ich toll finde oder was ich gemerkt habe und ... in der Vergangenheit, dass das einen großen Impact hat um Leute zu erreichen.

00:34:24: Aber das ist jetzt nicht etwas was jetzt explizit von meinem Job erwartet wird.

00:34:27: Was von mir erwartet werden zum Beispiel Pressemitteilungen.

00:34:30: Da kriegt man einfach so aus dem Blauen also wie ich das bisher erfahre, kriegt eine E-Mail, hey!

00:34:35: Ich hab morgen ein total tolles Paper, das wird veröffentlicht.

00:34:38: da und da kannst du bitte ne Presseminteilung schreiben.

00:34:41: Und dann geht es natürlich darum, dass man schnell ist und schnell zusammenfasst und den Punkt kriegts von diesem Paper.

00:34:47: Und wenn man dann Glück hat, ist man in einer Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftler oder einer Wissenschaftlerin die einen so ein bisschen machen lässt und sagt, oh ja du hast die Expertise.

00:34:56: Ich finde dein Weg gut und nur noch kleine Kleinigkeiten abändert und sagt soll jetzt haben wir es?

00:35:01: Jetzt kannst du an die Öffentlichkeit!

00:35:02: Aber manchmal hat man halt auch wirklich Leute, mit denen man zusammen arbeitet wo man als Expertin mit Erfahrung sagt dieses Level das versteht kein Mensch, das interessiert niemand.

00:35:12: Wenn ich jetzt hier ins Detail reingehe dass ist zu viel wird nicht gelesen und mein Gegenüber dann aber sagt doch das muss rein.

00:35:21: Das ist so eine, also finde ich eine schwierige Situation.

00:35:24: wenn ich gespannt was Jan gleich dazu sagt wie geht man damit um?

00:35:28: Meistens mache es jetzt so als ich sage ja gut dann schreibe ich's rein weil na das ist ja ich kommuniziere deine Forschung.

00:35:35: Wenn du denkst dieses Detail ist super wichtig und super relevant Dann beuge ich mich dem Und dann kommt das in diese Mitteilung mit rein.

00:35:45: Das ist jetzt die Zusammenfassung meines Jobs, glaube ich.

00:35:50: Das macht mir total viel Spaß.

00:35:51: Es ist meine private Initiative zu... das sind so ein bisschen die Herausforderungen vielleicht, also ich weiß jetzt nicht ob das jetzt eine Frage komplett antwortet.

00:36:00: Nimmt es ja ein bisschen den Wunsch mit oder auch die Visionen dass man sowie du offensichtlich auf der einen Seite ganz klar die Expertise auf der Forschungseite anerkennst aber vielleicht umgekehrt mehr Bewusstsein und Anerkennung für deine Expertise im Bereich Kommunikation da sein muss für eine erfolgreiche Wissenschaftskommunikation.

00:36:20: Also, wenn du empfielst die und die Informationen sind vielleicht hier an der Stelle noch gar nicht nötig?

00:36:27: Weil wir wollen ja erst mal einen Appetizer rausgeben!

00:36:30: Wir wollen auf dein Paper erstmal aufmerksam machen und du kannst mir da vertrauen... denn ich bringe hier die Expertise im Bereich Kommunikation mit dann ist das glaube ich was was langfristig betrachtet die Zusammenarbeit total Ja, wertschätzend ja auch machen kann auf beiden Seiten und das ein bisschen vereinfachen wahrscheinlich auch kann.

00:36:48: Und ich glaube da fehlt aber ganz oft eben auf der Seite der Wissenschaft noch so'n bisschen dieses...

00:36:54: bzw.,

00:36:55: ich will es anders formulieren nicht dass etwas fehlt!

00:36:57: Ich glaube die Sorge ist manchmal zu groß, dass Dinge eben verloren gehen oder dass Outstanding-Sachen, die sie als Outstanding betrachten vielleicht dann kleiner wirken weil wir eben noch sehr nach Nach Ergebnissen und nach so einem Wow-Effekt kommunizieren finde ich, wenn es um Forschung geht.

00:37:17: Und wenn's um Paperveröffentlichungen auch geht.

00:37:20: Ich glaube da reicht manchmal... Also ich sag immer Kommunikation lebt auch viel davon für sich selbst sprechen zu lassen.

00:37:27: Das Paper dann für sich selber sprechen zu können, wenn die Leute es dann lesen.

00:37:31: Klar das kann ja ein Wunsch für die nächsten Jahre sein dass da eine bessere Kommunikationslandschaft vielleicht entsteht.

00:37:39: zu dem was du gerade gesagt hast, ich komme ja eigentlich aus dem Textbereich.

00:37:43: So gesehen finde ich eigentlich auch Arbeit an Text auch eigentlich schön mit den gleichen Herausforderungen die Du auch gesagt hast.

00:37:49: also grade vor dem Hintergrund das halt extrem viele Projekte ständig aufm Schreibtisch liegen freue ich mich natürlich auch über Texte oder Pressemitteilung wo Ich nennt Wurf kriege oder einen selbsten Entwurf schreibe wir gucken uns alle einmal zusammen an und der geht durch so Punkt fertig.

00:38:05: allein wegen der Geschwindigkeit dann ist man damit durch Freue ich mich.

00:38:09: Tatsächlich muss ich sagen, am positivsten Erinnerungen geblieben sind mir aber immer die Pressemitteilung wo es tatsächlich ein bisschen Diskussion gab und zwar nicht weil die Wissenschaft dann gesagt hat ne das war alles viel zu einfach dass müssen wir viel komplizierter machen sondern wo mir die Wissenschaft denn tatsächlich in den Vereinfachungen im ersten Schritt Fehler nachgewiesen hat und nicht darauf aufmerksam nehmen.

00:38:29: das ist jetzt aber tatsächlich das geht ein bisschen am Thema vorbei und wo wir dann in so einem Dann natürlich leider etwas längeren Abstimmungsprozess, aber tatsächlich den Text geschärft haben.

00:38:40: Und nachher trotzdem einen einfachen Text hatten der aber richtig war, der den wissenschaftlichen Punkt richtig rausgekitzelt hat und ich habe auch schon häufiger die Rückmeldung dann gekriegt nach so einem Abstimmungs-Prozess wo wahrscheinlich irgendwann im Verlauf beide Seiten irgendwann gesagt, oh nee jetzt nicht schon wieder eine Runde abstimmungen Runde Aber trotzdem am Ende.

00:39:01: Die Rückmellung kam Auch von der anderen Seite, das war gut.

00:39:04: Weil ich dadurch über mein eigenes Paper auch noch mal nachgedacht habe und für mich war es gut weil ich halt sehr viel gelernt habe dabei über diesen Punkt.

00:39:13: also das sind natürlich immer nur so Einzelfälle aber eigentlich sind das tatsächlich Punkte wo es dann auch wirklich Spaß bringt weil man sich langsam annähert und ein Text schärfen kann.

00:39:25: Ich hatte das jetzt auch schon vor gar nicht langer Zeit, dass ich sogar zu vorsichtig ... Also ich dachte, nee.

00:39:31: Ich hatte ein Überschrift im Kopf und dachte, ne, das kann ich nicht machen!

00:39:33: Das ist viel zu unwissenschaftlich.

00:39:35: Und dann kam von der Wissenschaft.

00:39:36: Also mach das mal, das ist viel besser so... Wir dürfen ruhig mutig formulieren.

00:39:42: Also die Fälle gibt's auch.

00:39:44: Ja also ich glaube er ist schon aus einem gegenseitiges Verständnis und das kann halt für beide Seiten irgendwie total profitabel sein.

00:39:51: dieser Abstimmungsprozess.

00:39:53: Größere Herausforderung ist tatsächlich diese große Menge an Themen und auch Projekten, die man däglich bearbeiten muss.

00:39:59: Und leider bleibt da oft nicht so viel Zeit um sich da wirklich so tief reinzuknien.

00:40:05: Vielleicht ist das so ein Punkt wenn ich wieder wünschen dürfte dass man sich vielleicht irgendwann mal mehr auf einzelne Dinge konzentrieren kann du zum Beispiel auf visuelle Kommunikation oder Dass wir einfach mal sagen lassen jetzt auch einfach wie ein Kanal wieder sein.

00:40:22: zu der Entwicklung, als ich am Geoma angefangen habe – also in die Wissenschaftskommunikation eingestiegen bin.

00:40:27: Da gab es da keine Social-Media-Kanäle.

00:40:31: Kein Twitter, X-, kein Facebook noch gar nichts!

00:40:35: Und wenn man sich überlegt, das kommt mir jedenfalls doch gar nicht so lange hervor wie viele Kanäle inzwischen dazugekommen sind?

00:40:42: Wie viel zusätzlich Kanälen man auch bespielen muss um möglichst viele Menschen zu

00:40:45: erreichen?!

00:40:47: wie sehr Splitter die Kommunikationslandschaft seitdem geworden ist.

00:40:49: Also damals haben wir tatsächlich nur Pressmitteilung geschrieben und Veranstaltung gemacht, dann kamen irgendwann Twitter dazu, Facebook dazu, Instagram dazu, Tiktok, LinkedIn usw.

00:41:03: Das muss alles bespielt werden und zwar wird es gezielt also nicht der gleiche Post überall.

00:41:08: das passt gar nicht allein das zeigt glaube ich so diese enorme Ausweitungen der Kanäle stattgefunden hat und vielleicht tatsächlich, dass man sich irgendwann auch mal schaltet.

00:41:21: Okay dann schalten wir jetzt irgendwas auch mal wieder ab und konzentrieren auf uns auf irgendwas einfach damit die Kommunikation nicht so zersplittert und man sich auf bestimmte Dinge konzentrieren kann, die man dann aber richtig macht.

00:41:35: das wäre vielleicht ein Zielwunsch für die Zukunft

00:41:39: Spannend.

00:41:40: Da habe ich natürlich ein bisschen anderen Blick drauf, aber zu dem Ersten was du erzählt hast für mich klingt es nach perfekter Wissenschaftskommunikation.

00:41:48: also man nähert sich einem Thema und kann das vielleicht noch gar nicht so wirklich greifen wird darauf aufmerksam gemacht und Das ist ja an sich dass das schönste was passiert wenn man entweder nachfragt aktiv weil man keine scheu hat Weil man einfach sagt das ist noch so kompliziert formuliert Ich kann es gar nicht.

00:42:06: Ich kann das gar nicht verstehen.

00:42:08: Oder wenn auf der anderen Seite eben Leute sagen, Mensch du bist nah dran.

00:42:11: Aber doch daneben!

00:42:14: Ohne dass man irgendwie eine gewisse Scham verspürt.

00:42:17: Ich finde bei Wissenschaftskommunikation ist es so ein bisschen das A und O, dass man auf der Kommunikationsseite auch immer mit berücksichtigt wie schambehaftet häufig dieses Nachfragen ist oder diese Situation.

00:42:29: ich weiß es nicht und mir wird etwas vermittelt.

00:42:32: viele bringen sich gar nicht erst in die Situation weil es vielleicht noch aus der Schule oder auch aus unserem gesellschaftlichen Habitus heraus sich nicht gut anfühlt, damit eben Negativerfahrungen negativ gefühlen verbunden ist.

00:42:48: Und das für mich so ein Ding... Ich könnte dir jetzt schwer den perfekten Lösungsansatz beschreiben aber ich habe für mich schon länger festgestellt dass das eine Variable ist die auf jeden Fall viel Potenzial hat wenn man sie mit berücksichtigt in der Planung von Formaten.

00:43:05: einfach den Mut dazu, falsche in Anführungsstrichen Fragen zu stellen oder überhaupt Fragen zu Stellen und auf der anderen Seite eben auf der Kommunikationsebene dann in dem Moment festzustellen.

00:43:17: Okay, dann habe ich es wohl noch gar nicht richtig erklären können statt zu sagen oh warum hat das denn nicht verstanden?

00:43:23: Oder so nach Motto also... Ich hatte das selbst mal im Podcast wo ich am Anfang dachte um Gottes Willen!

00:43:28: Ich müsste jetzt eigentlich nochmal nachfragen weil Also, keine Ahnung was dieser Laser macht und wie der funktioniert.

00:43:33: Aber ich hab halt auch nicht Physik studiert.

00:43:36: Ist das jetzt doof wenn ich noch mal nachfrage?

00:43:38: Was war super kompliziert?

00:43:40: Und ich glaube ... Das hat mich dann beruhigt.

00:43:42: Ich glaub mindestens die Hälfte der Zuhörerinnen hat's auch nicht verstanden.

00:43:45: Ich kann nochmal nachfragen!

00:43:48: Das beruhigt einen in dem Moment dass man sich so denkt ne es ist jetzt nicht explizit mein Problem dass er aufm Schlauch stehe.

00:43:54: und selbst wenn es so wäre.

00:43:56: Und auf der anderen Seite, das hast du jetzt angesprochen.

00:43:58: Ich kann es natürlich total verstehen weil ich glaube mit den mehr Kanälen und der Mehrkommunikation benötigt ist auch mehr Personal.

00:44:07: Das scheint halt der springende Punkt zu sein dass man dem hinterherrennt.

00:44:11: Weil eigentlich sehe ich in der Meerschichtigkeit der Kanäle sehr viel Potenzial.

00:44:18: also ich seh ja auch Gefahr beziehungsweise Herausforderungen.

00:44:24: Aber es ist ja auch unheimlich viel Potenzial, eben Zielgruppen spezifischer kommunizieren zu können.

00:44:29: Und es gibt glaube ich Leute die gerade über unterschiedliche Social Media Kanäle überhaupt erreichbar sind und das ist zum Beispiel so ein Ding, so sehr ich die Science Show cool finde und als Format total... Aber für unheimlich viele Leute, das ist eines der Formate, was Zielgruppen übergreifen.

00:44:49: Wenn man bei der Science Show war sind junge und ältere Leute da.

00:44:53: Es erreicht sehr vieles, genau dafür auch gemacht.

00:44:56: Solche Veranstaltungen sind meist für Menschen gemacht, die schon ein Erstinteresse haben.

00:45:01: Also es erreicht nicht Leute, die sagen Wissenschaft weiß ich ja nicht oder pass das überhaupt?

00:45:07: Oder wie immer.

00:45:09: Für Siegt das Morty noch nie!

00:45:11: Und dann hört man aber etwas Das hätte ich ja gar nicht gedacht.

00:45:15: Also es sind immer schon Leute, die haben entweder einen gewissen privilegierten Hintergrund oder haben eine eigene Intention.

00:45:23: und das glaube ich kann man über diese unterschiedlichen Kanäle, kann man das ein bisschen besser steuern, dass man mit guter Wissenschaftskommunikation des Potenzialen deutlich mehr Leute zu erreichen um überhaupt das Erstinteresse quasi herauskitzeln zu können die man vielleicht gar nicht so auf dem Sturm hat, die aber trotzdem total davon interessiert wären.

00:45:46: Und was man glaube ich nicht vergessen darf und dann bin ich fertig?

00:45:49: Du sitzt schon in den Startlöchern!

00:45:51: Ich habe nämlich in meiner Masterarbeit Wissenschaftskommunikationen auf TikTok mehr angeguckt.

00:45:57: Es ist nicht so dass das nicht Leute machen und es machen viele Leute, die nicht aus der Wissenschaft kommen und die dann diese Kanäle für sich nutzen und für sich instrumentalisieren.

00:46:07: Wir sehen das auch in der Politik, wie erfolgreich das dann funktionieren kann.

00:46:10: Und das ist das was ich meine.

00:46:11: natürlich gehen damit Herausforderungen und Gefahren einher.

00:46:15: aber sollte die Forschung sagen wir verwähren uns jetzt diesem Weg weil wir das vielleicht nicht leisten können oder nicht leisten wollen oder muss es nicht eigentlich genau umgekehrt sein?

00:46:28: Weil gemacht wird es!

00:46:30: Ich glaube dass is unaufhaltbar.

00:46:32: Ob das gut oder schlecht ist, ist eine andere Diskussion.

00:46:35: Aber genau.

00:46:37: Darf ich kurz?

00:46:37: Ja,

00:46:38: du sitzt ja auf den Kohl.

00:46:42: Ich wollte auch auf keinen Fall sagen, dass wir Wissenschaftskommunikation zurückfahren sollen und uns auf bestimmte Kanile konzentrieren.

00:46:48: Wenn das rübergekommen ist, dann war das schlecht ausgedrückt.

00:46:52: Es geht nur ... Was ich sagen wollte, man braucht halt Ressourcen um diese Kanile zu bespielen Und ich erlebe halt häufig, jetzt nicht gar nicht bei Roots.

00:47:03: Wir sind in einer relativ guten Position aber auch im Gespräch mit Kollegen und Kolleginnen.

00:47:10: Das ist halt ein Projekt und das soll jetzt Öffentlichkeitsarbeit machen und dann wird gesagt naja da macht ihr jetzt mal Instagram und LinkedIn und Facebook oder beziehungsweise Was man, also TikTok gibt es ja auch noch macht ihr das könnt ihr das nicht auch machen.

00:47:24: So dieses Spiel einfach die Kanäle und wir haben eine Person die auf halber Stelle für Wissenschaftskommunikationen in dem Projekt angestellt ist und ich glaube dass funktioniert nicht sondern dann müsste man sich konzentrieren.

00:47:34: und ja das ist eine Frage von Ressourcen.

00:47:35: und nein wir dürfen diese Kanälen nicht einfach irgendwem überlassen sollen.

00:47:39: da müssen Kommunikatoren rein die Wissenschaft erklären die zeigen, wie Wissenschaft zu Ergebnissen kommt.

00:47:48: Verständnis für einen wissenschaftlichen Prozess, all das was wir schon besprochen haben aber dafür braucht es halt die entsprechenden Ressourcen und dass ist halt nicht nebenbei gemacht Und in der Praxis wird es halt manchmal so erwartet

00:47:59: Ich sage

00:47:59: nicht bei uns Aber so in der Breite der Wissenschaft Einfach halt auch weil die Mittel sonst nicht da sind.

00:48:06: Das glaube ich ist ein Fehler sondern da sollte man sich entweder externe Expertise wiederholen und sich genau überlegen, wen will ich jetzt mit meinem Thema erreichen?

00:48:14: Nicht jedes Thema ist vielleicht auch für alle relevant.

00:48:18: Und dann gezielte halt sich Kanäle suchen die ich mit meinen Ressourcen auch bespielen kann.

00:48:24: und gesellschaftlich gesehen sollten wir uns die Ressoursen leisten, die alle Kanälen dann mit wissenschaftlichen Ergebnissen und wissenschaftliche Prozessen und wissenschaftlichen Fakten spielen können.

00:48:37: Ja, also wahrscheinlich hängt da auch glaube ich so ein bisschen mit zusammen.

00:48:41: Also Medienkompetenz ist ja nochmal ein ganz anderes Thema.

00:48:44: Eines wo ich glaube Wissenschaftskommunikation könnte einen großen Teil dazu beitragen dass auch Medienkompatenzen gestärkt werden würde.

00:48:52: aber ich glaube häufig fehlt der Blick dafür wie aufwendig Social Media auch ist.

00:48:57: Also genauso wie aufwändig auch eine Pressemitteilung ist das ist nicht mal eben schnell gemacht auch wenn das so wirkt weil es so ne schnellebige Kommunikation.

00:49:06: Also wenn man sich jetzt die Wissenschaftskommunikation auf TikTok anguckt und ich sage, ich analysiere die mise en scene.

00:49:13: Dann werden viele sagen, was ist das?

00:49:15: Aber es ist quasi wie ein Minifilm auf TikTok.

00:49:17: dann!

00:49:18: Und dann ist der Laborkittel und das kleine Reagenzgläschen, die Lupe da.

00:49:23: Ihr lacht schon, es ist teilweise sehr klischeehaft und super stereotypenreich inszeniert!

00:49:29: Es ist halt inszenierend.

00:49:31: Das vergesse ich für alle.

00:49:34: Ich stelle mich mal hin, mache ein Selfie-Video, spreche was rein – und das ist es dann, sondern die allermeisten Sachen, die wir ja sehen auch bei InfluencerInnen sind... mindestens zehnmal rekordet.

00:49:47: Das gesamte Setup ist geplant, es gibt teilweise eine ganz klare Abfolge an welchen Shots wie wird was gemacht?

00:49:53: Es ist geschnitten, es ist bearbeitet, das Licht ist künstlich und es ist quasi alles von vornherein geplant und da steckt extrem viel Aufwand dahinter.

00:50:02: also ich glaube dadurch dass viele diesen Blick nicht haben Und das finde ich gar nicht verkehrt, weil es ist etwas was so schnell entstanden ist.

00:50:12: Dass man glaube ich jetzt erst nach und nach greift fast da alles noch mit dran hängt und wie das Ganze funktioniert.

00:50:18: Sehen es halt auch viele als easy peasy nebenbei gemacht kommt mir zumindest manchmal sofort also nach dem Motto ach'ses is ja nur ne Story!

00:50:26: So dann muss man aber noch geführt mit zehn Leuten abstimmen was ich in dieser Story denn jetzt erzählen kann oder nicht?

00:50:32: Das ist genau das Gleiche wie mit einer Pressemitteilung.

00:50:35: Dazu gehört auch ein Abstimmungsprozess dazu.

00:50:37: Ich glaube nicht, dass es die Schuld von einzelnen Projektleiterinnen ist.

00:50:40: Nein gar nicht!

00:50:41: Die haben eine Vorgabe oder einen Antrag, den sie geschrieben haben und wollen das jetzt umsetzen.

00:50:47: Sie haben natürlich selbst nicht die Erfahrung, weil sie in der Wissenschaft arbeiten sehen wir halt auch aktuell gerade Kürzungen, was Wissenschafts- und Ausstattung von Wissenschaft angeht.

00:50:59: Was sich natürlich auch auf Wissenschaftskommunikationen auswirkt.

00:51:01: Also das ist eher ein gesellschaftliches Problem als tatsächlich das Problem von einzelnen Projektleitern in der Wissenschaft.

00:51:08: Das glaube ich auch.

00:51:10: Ich sehe unheimlich viel Potenzial da drin wenn man sich dem ganzen professionell nähert.

00:51:15: Und das meine ich ja schon einmal weil ich glaube dass man deutlich Zielgruppen spezifischer kommunizieren kann Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass man damit auch nicht alle Zielgruppen erreichen kann.

00:51:25: Also definitiv nicht!

00:51:27: Und ich glaube aber das wenn man dann sagt wir haben eine Wissenschaftskommunikation die eher in der Wissenschaft ja nicht Wissenschaftsmittlung.

00:51:37: Aber das was wir vorhin gesagt haben also dass wir Wissenschaft In ihrer Komplexität und wie Wissenschaft funktioniert kommunizieren Dann schaffen wir es sogar.

00:51:46: Ich sage das immer gerne und ich glaube inzwischen Bin ich in meiner Blase?

00:51:49: Ich glaube, es ist dann gar nicht so greifbar.

00:51:51: Aber wenn man versteht wie Wissenschaft funktioniert, dann schafft man damit auch Demokratie... begünstigende, bildende Maßnahmen.

00:52:02: Also dieses Ganze ich näher mich einem fällt.

00:52:05: Ich interfrage das vielleicht erst mal.

00:52:07: Ich gucke, ich suche mir Belege-Methoden, mich dem Ganzen zu nähern.

00:52:10: Ich tausche mich aus.

00:52:12: Das sind für mich Sachen die sind eigentlich super wertvoll für die Gesamtgesellschaft und das erfolgreich auf vielen Kanälen zu vermitteln stelle ich mir maximal gewinnbringend vor aber maximal kompliziert in der Umsetzung.

00:52:27: von daher mal gucken ja Also ich habe da auch noch was zu Social Media, was ich loswerden möchte.

00:52:32: Weil ich finde das ist wirklich auch unheimlich schwierig wenn wir jetzt so diese letzte Zeit uns anschauen mit dieser Wahlgeschichte in der Ostsee.

00:52:40: Was so viele Kontroversen... Der gestrandete Wahl?

00:52:44: Ja, ja.

00:52:44: Du hast gerade so geguckt.

00:52:45: Ich hab irgendwann beschlossen dass ich mich der Sensationsgeilheit nicht hingehe.

00:52:49: Richtig!

00:52:49: Deshalb habe ich es nicht verfolgt.

00:52:51: Und das ist aber trotzdem ein Stück an Kommunikation die einfach aus dem Ruder gelaufen ist, auch ein Paradebeispiel dafür.

00:53:00: Wie auch Expertinnen und Experten einfach neben Leuten die Social Media machen und da stehen und filmen einfach genau auf das gleiche Niveau gestellt wurden.

00:53:10: Und das finde ich so richtig schwierig und deswegen habe ich dann auch irgendwann entschlossen... Ich kann mir das Ganze gar nicht mehr anschauen weil ich diese Dynamik da so falsch fand wie Leute mit gar keinem wissenschaftlichen Hintergrund zu Experten wurden, weil sie da standen vor Ort und den Wahl gefilmt haben und ihre Meinung dazu gesagt haben.

00:53:31: Und das wurde dann so mit den Expertinnen die international, also irgendwelche Wahlexperten, die aus Hawaii kamen auf die gleiche Stufe gesetzt wurden Und ich fand das richtig schwierig zu vertragen und deswegen finde es auch richtig schwierig über Social Media jetzt weiter nachzudenken, wie man das am besten bespielt.

00:53:49: Weil man braucht eigentlich Experten, wissenschaftliche Experten... ...und ich finde dass man diesen Unterschied auf Social Media manchmal gar nicht so merkt, wie du sagst ne?

00:53:57: Also das viel gescriptet auf TikTok zum Beispiel von Leuten die vielleicht gar nicht unbedingt einen wissenschaftlichen Background haben aber was erklären wollen!

00:54:07: Ist das denn genau so...?

00:54:08: gut von den Inhalten her ist es genauso vertrauenswürdig.

00:54:12: Kann ich diesen Leuten vertrauen, wenn ich ihn folge und das sehe?

00:54:15: Ist das dann gute

00:54:15: Wissenschaftskommunikation?".

00:54:17: Das ist die Frage... Die Frage ist natürlich auch ein Umgang damit also im privaten Beispielsweise für mich total legitim zu sagen aus Selbstschutz heraus möchte ich gewisse Plattformen nicht haben oder ich mache für mich einen Social Detox, weil ich merke, ich kann mich davon nicht mehr ganz lösen.

00:54:35: Ich sage zum Beispiel von mir, dass ich erst im Studium Quellenkritik richtig verstanden habe durch mein Studium in der Geschichte und tatsächlich viele mögen lachen aber wenn ich Social Media konsumiere ist es für mich ein Riesenvorteil, weil Warum kommuniziert die Person mit mir?

00:54:56: Was steckt da noch

00:54:56: dahinter?".

00:54:58: Ich glaube, ich würde von mir behaupten es gelingt mich natürlich nicht immer.

00:55:01: Social Media lullt einen schon auch ein und das können Plattformen wie Instagram... und TikTok auch deutlich besser als LinkedIn, wobei ich LinkedIn sehr fragwürdig finde.

00:55:14: Das ist für mich reine Imagepolierung aber das ist nochmal ein anderes Thema.

00:55:18: Ich glaube trotzdem dass es mir dadurch gelingt vieles in den Kontext zu setzen und mich dann wiederum davon abgrenzen zu können.

00:55:27: Und ich bin halt der Meinung Für mich privat mich abzugrenzen ist eine Sache Aber in einem gesamtgesellschaftlichen Kommunikationsauftrag kann ich mir es nicht leisten, weil ich würde dann Leute auf diesem Plattform ihrem Schicksal überlassen.

00:55:41: Und ich glaube das ist sehr individuell wie man sich positionieren möchte.

00:55:46: Ich für mich habe zumindest diese Entscheidung so getroffen und trotzdem kann ich sehr gut verstehen auch aus der wissenschaftlichen Perspektive heraus dass sie sagen schön und gut, aber wir wollen uns nicht in dieses Heifischbecken begeben.

00:55:58: Und wenn dann nur mit Expertise und mit Expertinnen – und trotzdem wird das passieren?

00:56:04: Also alleine die Kommentarmöglichkeiten!

00:56:06: Es ist einfach kontrovers.

00:56:08: Trotzdem ich sehe da so viele junge Leute und ich finde gerade der Wahlerfolg der AfD und danach stattgefundenen Auslese des Social Media Wahlkampf Und wie viele junge Leute dann beispielsweise was wie gewählt haben.

00:56:25: Und welche Parteien da, wie wo funktionieren und warum die AfD so erfolgreich funktioniert?

00:56:30: Und jetzt die Linke auf der anderen Seite... Da könnten wir jetzt wahrscheinlich nochmal drei Stunden weiter andere Podcaste mit bespielen ist für mich schon so spannend in der Analyse und aber auch so klar im Ergebnis dass ich einfach glaube das Nicht zu unterschätzen ist, was man dafür eine Macht haben kann oder einen Einfluss auf jeden Fall auf Leute die keine Quellenkritik erlernt haben.

00:56:55: Auch nicht in der Schule oder vielleicht neu ein paar.

00:56:59: aber ob sie sich wirklich verstanden haben also ich wie gesagt habe das erst im Studium so richtig verinnerlicht und bin da sehr dankbar für aber auch dass es ja nicht bestandteil eines jeden Studienfachs.

00:57:07: also muss man auch dazu sein wenn man sowieso nicht interessiert ist in Wissenschaft zum Beispiel.

00:57:12: Also dann sieht man keinen Unterschied zwischen, dass es gut von dir recherchiert und so weiter.

00:57:17: Und nicht?

00:57:18: Ja!

00:57:18: Das ist wirklich eine große Gefahr.

00:57:21: oder ich weiß nicht auch ein Fragezeichen geht man überhaupt in diese Medien rein.

00:57:25: also finde ich auch... Ich glaube das du diskutieren viele deshalb auch dagegen entscheiden weil sie einfach sagen ich möchte mich gar nicht in diesen Kontext reinbegeben und das meine ich ja kann das sehr sehr gut verstehen.

00:57:36: ich glaube aber dass wir dann Leute wirklich alleine lassen.

00:57:41: Ich finde es extrem hoch zu erwarten von unserer Gesellschaft, dass sie von sich aus die Intention ergreifen, sich dem zu lösen oder Dinge in Frage zu stellen.

00:57:50: Also ich weiß nicht ob wir so funktionieren per se alles infrage zu stellen was um uns herum ist?

00:57:55: Ich finde das ist wiederum eine wissenschaftliche Ansatz den ich hier am Campus gelernt habe und mir hilft es aber auch zu realisieren in der Kommunikation mit Leuten, die vielleicht nicht im wissenschaftlichen Kontext sind und die das eben nicht einfach so machen.

00:58:11: Ich finde es auf jeden Fall sehr interessant was damit alles zusammenhängt.

00:58:15: Ja, sehr

00:58:23: komplex!

00:58:33: Also von Einrichtungen, denen noch ein gewisses Vertrauen entgegen gebracht wird.

00:58:37: Wie zum Beispiel der Universität auf bestimmten Plattformen natürlich auch den Plattform wieder renommeebringt.

00:58:44: und wir wissen dass die Leute hinter diesem Plattform stecken tatsächlich aktiv daran arbeiten unsere Demokratie zu zerstören Und wir sind deren Algorithmen ausgeliefert.

00:58:55: also wenn die nicht wollen das unsere Beiträge verbreitet werden dann werden sie nicht verbreitet.

00:59:00: Das heißt, wir sind quasi deren Wohlwollen ausgeliefert.

00:59:03: Ob unsere Kommunikation überhaupt bei irgendwem ankommt?

00:59:06: Ich sehe das genau wie du!

00:59:07: Wir können uns das glaube ich nicht leisten die gar nichts zu bespielen einfach weil so viele Menschen da sind.

00:59:12: und dann nehmen wir jetzt mal Beispiel TikTok auch sehr viele junge Menschen die woanders vielleicht gar nicht mehr sind.

00:59:18: Ich seh aber tatsächlich also dass von zwei Seiten und dass wir halt gleichzeitig halt diesen Plattformen die wir halt auch wissenschaftliche Studien schon belegt haben aktiv daran arbeiten demokratische Prozesse zu stören den gleichzeitig Gewicht geben.

00:59:32: Dadurch, dass wir da sind und das finde ich total schwierig.

00:59:36: Deshalb plädiere ich immer und damit nervig alle meine Kolleginnen und Kollegen Dass wir zumindest zusätzlich auch freie Plattformen bespielen sollten Also zumindest immer noch eine Freie Platform für all diejenigen Die halt eben nicht gewillt sind sich diesen Plattform auszuliefern.

00:59:52: Und das heißt wir sollten nicht nur diese close shop Daten absaugenden Plattform von Ich sage das mal ganz platt.

01:00:00: Demokratiefeinden unterstützen, sondern zumindest parallel als zusätzliches Angebot freie Wege wie man sich über uns informieren kann weil es ja Menschen gibt die das ablehnen und da nicht sind.

01:00:12: Total!

01:00:12: Und ich glaube auch dass der Schritt hin wieder zurück zum Anfang in die Schulen selbst also in einen persönlichen Austausch nicht zu unterschätzen ist.

01:00:21: Also Wissenschaftskommunikation findet eben nicht nur... Digital statt, sondern an sich glaube ich kann man da gerade im jungen Alter einen total wichtigen Grundstein schon setzen.

01:00:32: Wenn man da dann das Interesse weckt für wissenschaftliche, wissenschaftlich herangehensweisen fürs wissenschaftlichen Arbeiten an sich und dass da sollte glaube ich noch viel mehr passieren und dann ist es nicht mehr so ein ganz... also für mich fühlt sich manchmal das so ein bisschen an, dass man Fortschritt hinterherläuft.

01:00:50: Also es passiert etwas und plötzlich ist so ein Gotteswind das und das geht damit alles einher ähnlich wie mit KI beispielsweise genauso.

01:00:57: dann guckt man fünf Jahre lang was macht man?

01:00:59: Und dann ist man auf dem Punkt wo wir vor fünf Jahren hätte sein müssen.

01:01:02: aber dann ist schon das nächste so nach dem Motto und deshalb vielleicht gelingt es ja jetzt wo so viel in der Wissenschaftskommunikation passiert und vielleicht sehe nur ich das ab so weil er gesagt es gibt auch Leute die sehen das nicht so dass so viel passiert dass man einfach genau das mit berücksichtigt, was müssen wir jetzt akut machen auf der einen Seite?

01:01:20: Aber wo legen wir vielleicht ein Grundstein auf der anderen Seite, der uns zukünftig total viel bringt.

01:01:26: Wo wir nicht nur ja das Feuer notlöschen müssen sozusagen mit einem Kommunikationsgegenstück?

01:01:34: Ja So, jetzt haben wir uns in der ersten Folge ja sehr viel mit Wissenschaftskommunikationen beschäftigt.

01:01:40: Ich fand es sehr interessant weil das natürlich immer das Potenzial hat hier mit Leuten die selbst im Bereich beruflich tätig sind, dass ganz neue Blickwinkel durch den beruflichen Alltag eben mit reinfließen.

01:01:53: Jetzt wollen wir uns noch mal mehr in der zweiten Folge mit den Exzellenzklustern an sich beschäftigen.

01:02:00: was machen Sie überhaupt?

01:02:03: Was ist überhaupt relevant, sozusagen wenn man für einen Excellence-Cluster kommuniziert.

01:02:07: Ihr habt jetzt heute schon ein bisschen einen Blick gegeben in so den beruflichen Alltag, Pressemitteilungen verfassen.

01:02:13: Jan hat mehrere mal mehrere Projekte gleichzeitig schon angeteasert.

01:02:17: also was es sozusagen nochmal aus einer akademischen Perspektive wichtig, wenn es um eine Kommunikation eines Clusters geht und was für Strategien muss man da vielleicht berücksichtigen.

01:02:28: das gucken wir uns in der nächsten Folge an.

01:02:30: ich bedanke mich auf jeden Fall sehr, dass ihr heute schon hier zu Gast wart und freue mich auf die nächste Folge.

01:02:36: Wenn da draußen Leute sind, die sagen, euch bin jetzt irgendwie noch total drin!

01:02:41: Und ich habe noch Fragen oder ich hab' noch ein Input oder wie auch immer... Ihr findet natürlich die Kontaktdaten unserer Expertinnen in den Show Notes.

01:02:49: Ihr könnt auch gerne das Graduiertenzentrum kontaktieren.

01:02:52: wenn ihr jetzt sagt, oh Wissenschaftskommunikation.

01:02:54: eigentlich habe ich heute das erste Mal mich damit beschäftigt und ich würde gerne mehr dazu machen dann gibt es sowohl über das Zentrum für Schlüsselqualifikation die Möglichkeit, dass wenn ihr noch im Studium seid.

01:03:05: Ihr euch dem Thema nähern könnt und wenn ihr aber eben promoviert und nicht das Zertifikatsprogramm macht dann könnt ihr theoretisch also ihr könnt auch einfach so in die Kurse mal reinschnuppern.

01:03:16: Es gibt viele Leute sie sagen ich kann das zeitlich nicht kommenten dieses gesamte Programm zu durchlaufen Aber ich möchte gerne zumindest ein zwei Kurse machen.

01:03:25: Das ist alles möglich.

01:03:27: Ich freue mich da drauf, vielen Dank und dann bis in zwei Wochen.

01:04:05: Tschüss!

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