#48 Dilâra Yilmaz: Wissenschaft für alle? Warum Zugang nicht immer selbstverständlich ist

Shownotes

Wie in jeder zweiten Folge von Let’s talk SCIENCE! steht auch diesmal die Wissenschaftskommunikation im Mittelpunkt – gemeinsam mit Dilâra Yilmaz.

Ausgehend von ihren Erfahrungen im Zertifikatsprogramm an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel spricht Dilâra darüber, wie vielfältig Wissenschaftskommunikation in der Praxis aussehen kann: von Workshops zu Storytelling und Stimme bis hin zu eigenen Formaten wie Lesungen, Veranstaltungen oder Podcasts.

Doch schnell wird klar: Es geht um mehr als Formate. Im Zentrum steht die Frage, wer überhaupt Zugang zu wissenschaftlichem Wissen hat – und wer nicht. Dilâra macht deutlich, dass Wissenschaftskommunikation oft schon im Alltag beginnt: in Gesprächen mit Familie, Freund*innen oder Menschen, die keinen direkten Bezug zur Universität haben. Gleichzeitig zeigt sie, wie stark Sprache, Bildungswege und soziale Herkunft darüber entscheiden, ob sich Menschen angesprochen fühlen oder ausgeschlossen bleiben.

Die Folge wirft auch einen kritischen Blick auf bestehende Strukturen: Warum wird Wissenschaftskommunikation häufig aus einer stark naturwissenschaftlich geprägten Perspektive gedacht? Warum stehen Ergebnisse im Vordergrund – und nicht der Weg dorthin? Und wie kann Kommunikation gelingen, wenn Forschung nicht in einfache „Erfolgsgeschichten“ passt?

Gemeinsam diskutieren wir Chancen und Grenzen unterschiedlicher Formate – von klassischen Veranstaltungen bis hin zu Social Media – und sprechen über Herausforderungen wie Zeit, Sichtbarkeit und den Umgang mit öffentlicher Resonanz.

Am Ende bleibt eine zentrale Erkenntnis: Wissenschaftskommunikation ist keine Einbahnstraße. Sie lebt vom Austausch – und davon, zuzuhören, welche Fragen überhaupt gestellt werden.

Shownotes:

Zu Gast:

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00:00:30: Hallo und herzlich willkommen hier bei Let's Talk Science.

00:00:36: Heute mit unserer zweiten Folge mit Dilara, hallo schön dass du da bist!

00:00:41: In der ersten Folge haben wir uns über deine Promotion unterhalten waren quasi gedanklich mit dir in Dublin und in Irland und haben angeschaut wie du methodisch dran gegangen bist was für Erkenntnisse gesammelt hast wie eine Promotion

00:01:00: Das Phase,

00:01:02: ja wie soll man sagen?

00:01:03: Aufgebaut ist das falsche Wort.

00:01:05: Aber was für Umständes auf jeden Fall gibt, was alles noch dazu gehört zu promovieren und was dich jetzt auch unmittelbar beschäftigt hier in der zweiten Folge.

00:01:13: ganz klassisch die meisten Zuhörerinnen von euch kennen das schon dass wir uns in der zweite Folge mit dem Thema Wissenschaftskommunikation beschäftigen.

00:01:22: Das liegt daran, dass der Podcast eben vom Graduiertenzentrum

00:01:30: ein Zusatzzertifikat

00:01:32: bekommen kann, wenn man an dem Programm Wissenschaftskommunikation teilnimmt.

00:01:38: Ganz kurz

00:01:38: dazu –

00:01:40: falls ihr Lust und Laune habt, recherchiert das gerne mal!

00:01:43: Man macht dann quasi während seiner Promotion, man kann auch noch einen Tick danach darüber hinaus auch weitermachen.

00:01:50: Kann man verschiedene Kurse belegen.

00:01:52: ein Teil der Kurse sind verpflichtend um überhaupt erstmal einen Grundstand von Wissenschaftskommunikationen vermittelt zu bekommen einen Grundstand sozusagen zu haben.

00:02:02: Dann könnt ihr euch aber auch ganz viel freiwillig aussuchen und es ist unheimlich vielfältig vom Angebot.

00:02:08: Du wirst vielleicht gleich erzählen was du besucht hast also ob er auf die Bühne wollt oder lieber schreiben wollt, oder wie auch immer.

00:02:15: Ihr könnt auf jeden Fall ganz viel Input und Coachings bekommen und nochmal ein wenig mehr differenziert darüber lernen was ist eigentlich interne Wissenschaftskommunikation das wahrscheinlich die aller allermeisten von euch da draußen in der Promotion ohnehin machen?

00:02:30: Und was ist dann aber externe Wissenschaftskommunication?

00:02:33: Und am Ende dieser Zeit habt ihr zusätzlich zu eurer Promotion einen Zertifikat noch in der Tasche, in der Hand wie auch immer.

00:02:45: Du hast das auch gemacht oder machst es noch?

00:02:48: Das werde ich jetzt gleich erfahren!

00:02:50: Wie ist es bei dir?

00:02:51: Ja,

00:02:51: ich mache es noch aber ist quasi eigentlich jetzt fertig.

00:02:57: Das letzte Endprojekt was ich machen will und machen wollte ist jetzt beendet.

00:03:03: Also ist auch der Podcast wird da mit rein gewertet.

00:03:07: Ja, meine letzte Wissenschaftskommunikationsangelegenheit, Projekt.

00:03:16: Also zu diesen Kursen die ihr ja besuchen könnt mit Strict-Teilweise eben müsst habt ihr ein gewisses Stundenkontingent an Wissenschaftskomunikationen die Ihr sozusagen betreibt und auch das ist sehr finde ich Insofern angenehm, als dass ihr da wirklich frei seid in dem was ihr wählt.

00:03:35: Also natürlich das ist so das Outstanding-Ding die Science Show.

00:03:39: Viele sind hier im Podcast, die auch Teil der Science Show waren oder immer noch sind.

00:03:45: aber das muss gar nicht nur das Ding sein.

00:03:48: also wir haben ja auch schon im Podcast Rent a Scientist gehabt ein Angebot der Kielregion, wo man dann eben in Schulen auch geht oder die Nacht der Wissenschaft auf der Holtenauer.

00:03:59: Oder oder oder also es können teilweise ja sogar eigene Projekte sein, die aber ganz unmittelbar mit Wissenschaftskommunikationen hergehen wie du eben sagst.

00:04:06: Auch hier die Zeit im Podcast ist ganz klar Wissenschaftskomunikations und natürlich fühlt das auch dein zeitkontingent

00:04:14: genau.

00:04:14: Also gibt ja so diese zwei Spaten an Dinge, die man tun muss in diesem Zertifikat.

00:04:20: Das sind ja diese Veranstaltungen, das sind Kurse zur Wissenschaftskommunikation und dann gibt es die freien Aktivitäten.

00:04:26: Davon ist dieser Podcast zum Beispiel eine.

00:04:29: Ja, ja.

00:04:30: Was hast du denn so für Kurse besucht?

00:04:33: Wo hast du deinen Schwerpunkt draufgelegt?

00:04:35: Also angefangen habe ich mit dem Einführungskurs Wissenschaftskommenikation was wozu warum, was sind die Grundlagen?

00:04:41: wie kann das aussehen?

00:04:43: da wurden verschiedene Formate vorgestellt.

00:04:46: Man kann Video machen also Man kann Podcast machen, man kann schreiben.

00:04:51: Man kann in der Zeitung was schreiben und eine Veranstaltung geben oder vorführen etc.

00:04:56: Und dann ging es da auch immer um verschiedene Techniken.

00:04:58: So seien es diese Storytelling-Aspekte aus einer Marketingecke.

00:05:03: also wie kann man eigentlich sein Wissen aufbereiten?

00:05:06: das ist an verschiedenste Arten von Publikum zurecht geschneidert werden kann?

00:05:13: Ich habe mehr freie Aktivitäten gemacht vielmehr als die Workshops dass man kann seinen Schwerpunkt setzen ob man mehr Workshops oder mehr Freie Aktivitäten macht.

00:05:21: An Workshobs habe ich noch gemacht, das war ein ganz spannender Workshop zur kognitiven Diversität.

00:05:27: da konnte man sein eigenes kognitives Profil reflektieren mit welch wie man am besten arbeitet und dass wiederum nutzbar machen.

00:05:36: für was für einen Format an Wissenschaftskommunikation passt denn für mich also wenn nicht wahnsinnig gut im Stadt oder Problemlösen bin, oder in Formulieren von Lösungsvorschlägen zum Beispiel.

00:05:47: Dann ist so eine Art schriftlicher Text

00:05:49: z.B.,

00:05:50: vielleicht ganz gut?

00:05:51: Das ist etwas was ich nicht ganz gut kann.

00:05:52: also ich mag ganz gerne Texte schreiben auch nicht wissenschaftliche Texte.

00:05:57: das war sehr interessant und sehr hilfreich.

00:06:00: ein Workshop für den Bereich Podcasts aber auch Vorstellungen auf Bühnen oder anderen Formaten war die Rhetorikwerkstatt Stimme.

00:06:12: Das ging auch tatsächlich zwei

00:06:14: Tage,

00:06:15: also zwei volle Tage mit einer

00:06:18: ...

00:06:19: Ich glaube, aus Schauspielerin war sie ehemals.

00:06:22: Ah, du meinst Kathleen Simmons oder?

00:06:24: Nee.

00:06:25: Aber die ist auch immer eine Schauspielerin.

00:06:27: Ja das

00:06:28: kann gut sein!

00:06:30: Nein, ich glaube es hieß Barbara Gräse.

00:06:33: Gräses... Ich bin mir gerade gar nicht mehr sicher, ich müsste mal nachgucken.

00:06:36: Barbara Grässe genau.

00:06:38: Das ist jetzt auch schon eine Weile her, aber da ging es irgendwie eben halt wie man den Körper, die ganzen Körper einsetzt um seinen Stimmbild zu verbessern.

00:06:46: Also Stimme, Auftritt und eben freie Rede.

00:06:49: Dann verschiedenste ganz praktische Techniken.

00:06:52: Ist auch wahnsinnig praktisch so was einfach mal richtig gut zu lernen wenn man Vorträge hält auf Konferenzen in der Wissenschaft oder eben auch an der Lehre keine Vorlesung.

00:07:02: Dann gab's noch einen Workshop.

00:07:03: Da ging's so wie man KI nutzt hat sich, ehrlich gesagt für mich jetzt in meinem Bereich nicht so angeboten.

00:07:09: Aber war trotzdem interessant.

00:07:11: Man muss auch immer ganz ehrlich sagen, nicht alle Workshops merkt man dann, dass sie tatsächlich auf das eigene Fach oder die eigenen Inhalte so gut passen?

00:07:17: Ja genau.

00:07:18: und was wahnsinnig guter ein wahnsinnigt guter Workshop war, war eben das Popular Science Writing also Wissenschaftskommunikation halt schreiben wie schreibt man eigentlich an einen nicht wissenschaftliches Publikum ohne doch ausversehend zuwissenschaftlich zu werden?

00:07:32: Das fand ich sehr gut.

00:07:33: Das ist auch schwer.

00:07:37: Ja, glaube ich.

00:07:38: Kommen wir gleich auf jeden Fall noch mal darauf zurückkommen weil das ist auf jeden fall das Phänomen was ich hier im Podcast am häufigsten habe dieser Moment von sich selbst so reflektieren zu erkennen dass ich eigentlich schon zutief in meiner Forschung gerade bin als dass die Personen mir gegenüber, die nicht aus meinem Fachbereich kommen oder sogar gar nicht aus der akademischen Blase in der ich mich befinde komme.

00:08:07: Dass sie überhaupt noch verstehen was ich gerade vermittle und sich da immer wieder zu reflektieren.

00:08:16: Das ist beim ersten Mal ein unheimlicher ... Kann das auf jeden Fall einen unheimlichen Aha-Effekt mit sich bringen?

00:08:23: Aber da kommen wir gleich nochmal dazu!

00:08:25: Ich würde mich sehr dafür interessieren, wie du überhaupt darauf gekommen bist.

00:08:30: Weil meiner Meinung nach meine internen Querecherche gibt es ja auf jeden Fall an der Uni Fachbereiche die das explizit anstoßen und fördern und ihre Docs darauf stoßen das zu machen.

00:08:45: ich glaube primär mit dem Hintergedanken eben ihre Tools für internationale Konferenzen und Kongresse zu schärfen.

00:08:53: Ich würde jetzt, ich bin mal sehr gespannt.

00:08:57: Aber ich kann es mit Sicherheit sagen, ich würde da mal ganz mutig in die Presse springen und sagen oder nach vorne betreten und sagen dass viele Mint-Bereiche ihre Docs in das Zertifikatsprogramm mitbringen bzw dafür Werbung machen Auch nicht alle, aber sehr viele.

00:09:15: Und dass es immer wieder ist auch was, wo wir selbst darauf achten, dass wir eben auch Geisteswissenschaften und andere Forschungsbereiche hier im Podcast überhaupt aufzeigen um überhaupt diese Diversität an Promotionsmöglichkeiten auf einem Campus zu zeigen.

00:09:32: Aber teilweise gar nicht so leicht wenn die Teilnehmer an den Wissenschafts-Zertifikatsprogrammen einfach gar nicht divers quasi sind.

00:09:40: Deshalb wie bist du darf aufmerksam geworden und was war für dich ein Beweggrund zu sagen?

00:09:46: Ich möchte das gerne machen, weil – das muss man ja an der Stelle dazu sein.

00:09:49: Ich betone es ich glaube in jeder Folge und ich finde das auch weiterhin wichtig!

00:09:54: Ihr macht das in eurer Freizeit.

00:09:56: Das gehört nicht automatisch mit zu deiner Promotionsanstellung und es ist wirklich viel Zeit die ihr aufbringen müsst um am Ende dieses Zertifikat auch zu bekommen.

00:10:08: also das ist nichts was mal eben an zwei Wochenenden erledigt hat, sondern es ist wirklich ein Commitment was ihr da eingeht wo man schon auch Lust drauf haben muss weil es unheimlich viel Engagement benötigt.

00:10:23: So würde ich's mal ausdrücken?

00:10:25: Ja auf jeden Fall.

00:10:26: also ich meine... Ich glaube mein ersten Kurs dazu habe ich am Anfang meiner Promotion gemacht also Wissenschaftskommunikation.

00:10:34: bevor ich das Zertifikat offiziell begonnen hatte hab' ich einen Kurs aus Interesse gemacht und es war december twenty-one bis januar zwanzig zweiundzwanzig Jahre her.

00:10:43: Und das Zertifikat habe ich dann seit Anfang letzten Jahres noch mal fokussierter gemacht, aber grundsätzlich zu den Mint-Bereichen fällt mir natürlich auch auf dass sich in allen Kursen zur Wissenschaftskommunikation immer so... in der Minderheit bin als Geisteswissenschaftlerin.

00:10:59: Ich glaube, das hat ganz viele Gründe und ich kann da natürlich nur für mich sprechen.

00:11:03: Es ist schon oft angesprochen dass auch einfach das englische Wort Science Communication mich lange nicht angesprochen hat.

00:11:09: also ich habe das gesehen und habe irgendwie mein Hirn hat nicht gedacht.

00:11:12: ja das finde ich interessant.

00:11:15: das ist für mich Ich bin ja kein Scientist, ich bin vielleicht ein Scholar, Academician und Researcher.

00:11:22: Ich bin auch kein Social-Scientist – das bedeutet einfach noch mal im Englischen was anderes.

00:11:26: Und so Wissenschaftskommunikation ist natürlich aber auch in den Geisteswissenschaften verbreitet also auch in der Anglistik bei mir.

00:11:32: Das nennt sich dann Public Engagement.

00:11:34: Aber mich hatte immer den Eindruck als ich kannte die Science Show by The Night of the Profs Und ich kannte andere Sachen, die immer sehr mintig waren.

00:11:44: Das habe ich jetzt gar nicht per se als negativ empfunden, sondern ich hab einfach das als nicht für mich empfundet.

00:11:50: Ich fand es aber trotzdem schon immer interessant Wissenschaftskommunikation zu machen.

00:11:57: Eine Sache noch zu den Fächern – ich glaube was auch einfach ... Also grundsätzlich, mich hat noch nie jemand zur Wissenschaftskommunikation geschickt.

00:12:06: Das kam alles von mir und das ist auch überhaupt nicht üblich so jetzt bei uns.

00:12:10: Das vor allem eher man guckt kann man sich leisten dass verübrigen die Zeit in der Promotion wo man ja aber schon heutzutage es ist ja auch anders als wenn man früher promoviert hat aber heutzuthage muss man zu ganzen Konferenzen fahren.

00:12:21: Man muss ganz viel Networking oder Artikel schon mal raushauen unter Veröffentlichung, man muss hier tabliern und man muss noch ein Forschungsaufenthalt im Ausland am besten machen an alles irgendwie schon in einer Promotion, was man vielleicht früher ... In der Postdoc-Phase gemacht hat oder damit dann angefangen hat.

00:12:38: Das heißt es ist eher die Reflexion mache ich das wenn sich das für mich lohnt.

00:12:44: Weil das ist nicht die Situation dass man sagen muss oh alle in den Geisteswissenschaften haben so ein Zertifikat.

00:12:48: das brauche ich auch.

00:12:49: also so war das nicht.

00:12:50: Ja.

00:12:51: So das ist auch nicht die Realität.

00:12:53: Ich glaube auch ein anderer Grund ist ähm da das Problem habe ich zum Beispiel oft mit diesen Storytelling Techniken etwas zynisch, aber das was man in den Geisteswissenschaften macht ist für so Storytelling-Narrative nicht so sexy im Anführungszeichen.

00:13:07: Es ist nicht attraktiv weil es gibt keinen Heldennarrativ.

00:13:11: Es gibt jetzt nicht das Problem und dann habe ich einen Lösungsvorschlag wie man das in den Naturwissenschaftens macht sondern ich beobachte Strukturen in der Gesellschaft die politischen und ökonomischen Realitäten von der Kulturproduktion von Medienlandschaft Soziologische Aspekte in der Form, wie wir was Kunst in unseren Alltag einnimmt.

00:13:36: Wie wir etwas konsumieren.

00:13:38: und die meisten Geisteswissenschaftlerinnen diverser Fächer ist es ja meine Aufgabe Kritik auszuüben und Probleme aufzuzeigen nicht unbedingt mit dem Problem anzufangen und dann die Lösung zu suchen.

00:13:52: jetzt mal ganz grundsätzlich gesagt und das ist einfach was was so unbequemeres Und das lässt sich trotzdem natürlich gut in der Wissenschaftskommunikation aufbereiten.

00:13:59: Das kann ich trotzdem an ein nicht wissenschaftliches Publikum adressieren, deswegen mache ich es auch!

00:14:05: Ich möchte nur sagen dass das vielleicht ein Ursprungsgrund war zu sagen so wie die Wissenschaftskomunikationssicht gedacht wird.

00:14:13: Hier ist jetzt unsere Uni und wir haben die um die Nachwuchstalente und sie nehmen sich dieser tollen Probleme an und haben da vielleicht das neue Material oder den neuen medizinischen Ansatz oder haben das rausgefunden?

00:14:24: Bei uns ist Ja, wir haben was rausgefunden und das wird euch nicht gefallen.

00:14:30: Weil dann heißt es, dass sich die und die Probleme ergeben und Sachen problematisiert werden und jetzt Diskurse aufzudecken.

00:14:37: Hier steckt noch Antifeminismus und hier steckt irgendwie Rassismus

00:14:41: usw.,

00:14:42: also das ist ja eher etwas, was so in der Literaturkulturwissenschaft grundsätzlich gemacht wird.

00:14:48: Ich kann jetzt nochmal privat meine persönlichen Gründe vielleicht...

00:14:51: Ja, aber ich ergänze kurz.

00:14:54: Weil es total ... Wie gesagt, ich hab halt häufig, häufiger, wir achten da schon extrem drauf, aber wie er häufiger hier im Podcast eben Leute aus dem Mintbereich und da ist mir ganz andere, ja ein ganz anderer Selbstverständnis.

00:15:09: Und da dachte ich gerade, weil das super interessant ist was du sagst, grade in diesen großen Projektanträgen ist ein größerer Bestandteil und ein immer größer werdender Bestandteil, nämlich der Bestandteil Outreach im Wissenschaftskommunikation.

00:15:25: Das heißt die müssen also sie sind dazu gezwungen dafür Konzepte vorzulegen und natürlich auch in ihren eigenen Reihen dahin gehen zu schärfen, weil diese Anträge danach vergeben werden wie die Leute in Zukunft gewisse Erkenntnisse in die Gesellschaft tragen werden.

00:15:41: Das ist glaube ich mit ein Ergebnis der Corona-Pandemie und der dann dort punktuell extrem wichtigen Wissenschaftskommunikationen.

00:15:50: Und das könnte vielleicht auch ein weiterer Punkt sein, dass einfach diese großen Projektanträge dort mehr vergeben werden.

00:15:56: Ich weiß nicht wie es bei dir ist wenn du hier quasi die Anstellung hast oder einen Antrag stellst ob da jetzt ein großer Outreach-Anteil mit berücksichtigt wird, ob du dazu verpflichtet bist nachzuweisen was du dafür tust deine Forschung der Gesellschaft mitzuteilen.

00:16:14: und ganz viele Leute.

00:16:15: Das finde ich auch interessant.

00:16:16: aber darüber mache ich mir privat heute Abend Gedanken auf Verkauf sagen dann nämlich zu mir, ja ich mag das total gerne und ich mache auch Wissenschaftskommunikationen total gern.

00:16:27: Und dann sage ich mal ja warum

00:16:28: denn?

00:16:28: Naja man muss ja auch berücksichtigen unsere Stellen werden von Steuergeldern finanziert und es ist eigentlich mehr oder weniger eine Pflicht von uns dass auch der Gesellschaft so zurückzugeben.

00:16:40: Das kann natürlich sehr gut verstehen aber...

00:16:43: Da muss das vertraglich vorgesehen sein.

00:16:47: Ja, genau.

00:16:48: Also es ist ein interessanter Ansatz weil ich habe das ähnlich reflektiert.

00:16:51: also ich bin ja angestellt im wissenschaftlichen Dienst und das Land bezahlt mich dass sich jetzt hier mal einen wissenschaftlichem Dienst leiste.

00:16:58: man kann den Begriff problematisieren an anderer Stelle das mache ich vielleicht auch heute Abend weiter auf der Kausche.

00:17:05: aber grundsätzlich die Idee wem dient man denn da?

00:17:08: Und natürlich möchte man Wissen produzieren, was nicht in diesem Rahmen dieser Institution bleibt und die Institution der Uni nicht verlässt.

00:17:15: Also das Wissen, was man hier generiert ist ja wertvoll.

00:17:19: also zu wissen wie funktioniert dann eigentlich so ein Literaturbetrieb und warum tangiert er mich eigentlich wenn ich jetzt kein Roman lese wieso betrifft er mich trotzdem?

00:17:29: Wieso betrifft er dass welche Serien produziert werden Wie über Literatur gesprochen wird Kultur oder nicht Kultur ausgegeben werden, auch in anderen Ländern.

00:17:39: Also welche Rolle spielt es eigentlich?

00:17:41: Und ich habe diese Idee des Dienstes also jetzt nicht dem Land gegenüber sondern der Leute die eben keinen Zutritt zu dieser Institution haben, die ja dann Steuern zahlen oder auch nicht oder irgendwie Teil unserer Gesellschaft sind und abhängig davon was wir Steueren sie zahlen.

00:17:58: Ich finde allen Menschen sollte man Zutritte verschaffen.

00:18:01: Die haben alle einen ein Recht, dass wenn sie sich dafür interessieren Zugang zu dem Wissen haben sollten.

00:18:07: Und deswegen finde ich die Idee... Also ich habe jetzt nicht das Schuldgefühl, ich werde vom Staat bezahlt aus Steuergeldern, die müssen was zurückbekommen sondern eher wunderschön davon ob beim Mensch der jetzt die Steuern da gezahlt hat oder nicht.

00:18:19: Ich produziere ja Wissen was ich relevant finde und es ist schon schlimm genug, dass die Politik nicht auf die Geistwissenschaften

00:18:25: hört

00:18:26: sondern irgendwie Sachen lieber finanziert, die sich gut in Startups umwandeln lassen oder sie sich gut als andere Sachen vermarkten lassen.

00:18:33: Aber dann sollten zumindest alle Menschen, die dafür interessieren und die Relevanz vielleicht auch selber erkennen können von bestimmten Fragestellungen und Fächern Zugang haben dazu.

00:18:45: Ich denke mir auch, die allermeisten Forschungsbereiche betreffen ja die Gesellschaft dann auch unmittelbar.

00:18:51: Also ich beforsche ja etwas was nur mit der Gesellschaft, also was ein gesellschaftliches Phänomen in dem Moment ja auch irgendwo ist.

00:18:59: Es ist für mich nur logisch auch in den Austausch da hingehend zu gehen um...

00:19:07: Ja, genau.

00:19:08: Und ich glaube gerade wenn man sich so anschaut jetzt Literaturmärkte und Bücher wie wachsen junge Leute mit Büchern auf?

00:19:15: Welche Rolle spielt Booktalk?

00:19:17: Was sind positive Auswirkungen aber auch negative Auswirkung?

00:19:20: was ergeben sich dafür ökonomische neue Kreisläufe draus und was macht das eigentlich mit der Sprache von Menschen jeglicher Generation?

00:19:28: also das sind viele Sachen jeden Menschen jeden Tag beschäftigen.

00:19:33: Also unser Verhältnis, wie wir Kunst und Kultur konsumieren hat sich ja auch ... ändert sich jeden Tag und hat sich seit der Pandemie geändert.

00:19:39: Deswegen ist alles relevant an geisteswissenschaftlichen Wissen, dass man's in Wissenschaftskommunikationen packt.

00:19:49: Aber es ist nicht strukturell vorgesehen, damit meine ich das jetzt nicht im meinem Vertrag, dass mir dafür Zeit eingeräumt wird, dass ich nicht zwei Stunden pro Monat Wissenschaftskommenikation machen kann Populäres Magazin oder populär wissenschaftliche Publikation schreiben kann.

00:20:04: Das wäre ja natürlich dann das Optimum, dass man sagt an dem wissenschaftlichen Dienst ist geknüpft und dass man das Wissen zugänglich macht.

00:20:10: also wird man auch dafür bezahlt dass man einen Podcast teilnimmt oder was für eine Zeitung schreibt zum Beispiel.

00:20:17: oder ich habe auch andere Sachen gemacht wie bei diesem pint of science.

00:20:21: da war ich in Jack's Kitchen.

00:20:22: damals hab etwas vorgestellt zu dem sad girl Trend.

00:20:25: aufm Buchmarkt oder beim Frauenvortragsmarathon war ich zweimal.

00:20:30: Ich habe selber auch ein Podcast schon aufgenommen mit einer Autorin, der öffentlich zugänglich ist.

00:20:35: Ich mache regelmäßig – wenn ich Geld dafür akforieren kann – Lesungen mit irischen Schriftstellerinnen hier bei uns im Institut die aber ganz bewusst öffentlich sind für nicht nur alle Uni-Mitglieder sondern wirklich alle Leute, die kommen können und kommen wollen.

00:20:49: Mit der Einschränkung dass sie auf Englisch sind.

00:20:50: das ist dann wieder natürlich eine Hürde!

00:20:53: Aber also weil mir das einfach wahnsinnig wichtig ist Menschen teilhaben zu lassen persönlich Ehrlich gesagt, wenn man aus einer nicht akademischen Familie kommt so wie ich ist man sowieso nonstop in der Situation schon als ich studiert habe dass man eigentlich Wissenschaftskommunikation macht.

00:21:12: Also jede Person die in der Uni arbeitet oder auch studiert irgendwie Teil der Universität ist und eine Familie hat die Nicht-Teile von einer Universität isst oder war macht Wissenschaftskommenikation dann glaubt das kann man auch mal gerne sichtbar machen und würdigen.

00:21:28: ganz viel passiert, auch wenn das vielleicht nicht in Messbarn werten wie so und so viele Podcasts oder so viele Zeitungsartikel.

00:21:34: Ich glaube, ein Großteil der Wissenschaftskommunikation passiert, wenn Leute ihren Freundinnen- oder Familienmitgliedern erzählen was sie studieren oder forschen die nicht Teil des Faches sind oder überhaupt nicht Teil der Uni.

00:21:48: Meine Eltern oder auch meine anderen Familienmitlieder Und auch Freunde und Freundinnen, die nicht aus der Uni kommen oder zumindest nicht aus der Analystik fragen oft, was ich dann eigentlich genau mache.

00:21:59: Warum fahre ich jetzt schon wieder nach Irland?

00:22:01: Was genau mach' ich da eigentlich?

00:22:03: Ich krieg auch oft Fragen, was genau machst du wenn du in deinem Büro bist?

00:22:07: Also wie kann ich mir das ganz konkret vorstellen?

00:22:09: also die Fragen von gehen von...was machst du die ganze Zeit bis hin zu...?

00:22:14: Was sind jetzt die politischen Auswirkungen deiner Forschung und das breite Spektrum?

00:22:19: irgendwie im Nichtfachschongon zu erklären ist Wissenschaftskommunikation, die man eigentlich fast tagtäglich macht und die ganz wertvoll ist.

00:22:29: Und ich fand es immer schade dass dann oft was ist das Gefühl hatte zum Beispiel jetzt von mir.

00:22:34: Mitglieder interessieren sich aber haben gar keinen Zugang sich in so ein Thema einzulesen einfach schon z.B.

00:22:40: weil sie das Englisch nicht beherrschen zumindest auf dem Level und schon gar kein akademisches Englische.

00:22:46: wenn's auf einem akademischen Deutsch geschrieben wäre der Text wäre vielleicht auch noch schwer Und das ist gar keine Intelligenzfrage.

00:22:55: Es ist einfach nur ein Problem, ob jemand viel oder wenig formelle Bildung genossen hat und das fand ich schon immer wahnsinnig gestört.

00:23:02: Ich muss auch sagen dass da persönlich irgendwie mit so einem Arbeiter in den Hintergrund meiner Eltern und aufseiten meines Vaters mit einer Migrationsbiografie dann einfach aufzuwachsen für mich in der Familiengeschichte und Freundinnen zu haben als Kind schon die aus akademischen Haushalten kamen Da hab ich selber kenn' ich die Situation, dass mich oft für Dinge interessiert hatte.

00:23:25: Aber nicht wusste wie benenne ich die um danach zu fragen mehr darüber zu erfahren?

00:23:30: Also das einem die Worte fehlen oder man auch noch nicht weiß mit welchen Medien man sich mehr wissen aneignen kann.

00:23:36: und die Uni ist dann so ein Mysterium oder so Wissenschaft.

00:23:41: also zum Beispiel fangt das fängt zu Sachen an wie ob ich wetten gefragt bist du jetzt eigentlich Wissenschaftlerin oder bist du Dozentin?

00:23:48: Da fängt das erst mal mit diesen Statusgruppen an.

00:23:50: Da geht es noch gar nicht um meine Forschung, sondern die Uni an sich transparent machen aber auch inhaltlich die Forschung was man macht ist beides für mich etwas was ich wichtig finde.

00:24:00: bzw.

00:24:00: ich habe irgendwann gemerkt ich mache es ja eh schon privat und ich würde gerne Techniken lernen Ich würde gerne Workshops dazu besuchen.

00:24:09: Das war der Grund warum ich angefangen hab mit dem ersten Workshop Und dann habe ich gemerkt Ja dass ist irgendwie sinnvoll.

00:24:14: Also als erstes nochmal Ich finde, das ist tatsächlich ein großer Missstand, den wir hier an der Stelle mal benennen.

00:24:20: Dass so wie du sagst, du hast keine Gelder, die dir das jetzt hier bezahlen, dass du hier einen Podcast teilnimmst.

00:24:26: in diesen Projekten wo es Outreach-Anteile gibt?

00:24:29: Gibt es ganz klar dafür vorgesehene Gelder.

00:24:31: also da werden Leute aktiv für ihre Wissenschaftskommunikation bezahlt und ich find' das auch absolut weil das Zeit ist, die geleistet wird.

00:24:42: aber es ist halt ein gigantischer Missstand Das ist das nicht!

00:24:46: flächendeckend, fachübergreifend diese Art von Förderlandschaften gibt.

00:24:50: Und es gibt – das weiß ich inzwischen – natürlich auch die Möglichkeit sich explizit Förderung im Bereich Wissenschaftskommunikation also sich dafür zu bewerben oder da zu gucken ob man davon profitieren kann.

00:25:02: aber auch da findet immer noch eine große Fachpräferenz irgendwo statt und ich glaube dass bringt mich zum zweiten Punkt über den ich nachgedacht habe bei deiner Antwort.

00:25:12: Das ist sehr an dieser, das ist ein Stiegsgesagt.

00:25:15: Es ist unsexy weil es nicht der klassischen Helden-Story entspricht und ich glaube diese klassischen Erfolgsgeschichte also und dieser noch finde ich sehr etablierten erkenntnisorientierten Wissenschaftskommunikationen.

00:25:31: Also häufig werden halt die Ergebnisse kommuniziert.

00:25:36: Also die Personen drum herum finden noch nicht so wirklich statt und auch der Weg zur Erkenntnis, nicht wirklich in der Wissenschaftskommunikation was ich total schön und erstaunlich finde sowie du es beschreibst weil das sind offensichtlich intrinsische Fragen aus den Menschen heraus, die sich für die Person also Wissenschaftlerinnen interessieren und deren Forschung.

00:25:58: und dass ist etwas wo ich sage da sollten wir wenn wir ein Grundverständnis für Wissenschaft in die Gesellschaft tragen wollen.

00:26:06: Viel, viel mehr darauf achten, dass wir nicht nur erkenntnisorientierte bzw.

00:26:10: Ergebnis orientierte Wissenschaftskommunikation betreiben sollten sondern das wir wirklich eine Sensibilisierung für Wissenschaft schaffen sollten.

00:26:18: also wie sind Tagesabläufe, wie oder was funktioniert Forschung.

00:26:24: Was steckt sozusagen dahinter und was ist der Weg da hin?

00:26:27: Also keine, keine einzige Person hier im Podcast hat mir erzählt bei mir lief alles glatt sondern ganz viele sagen auch also Da sind die Abzweigungen und die abzweigung und die Abzeigung Und ich habe auch ein Jahr lang an etwas geforscht.

00:26:41: das hat überhaupt gar nicht funktioniert.

00:26:42: aber es interessiert hier niemanden so nach dem Motto

00:26:44: Das ist ja normalste Teil von Wissenschaft

00:26:46: gehört

00:26:47: dazu

00:26:49: finde ich aber schön an deinen Erzählungen, dass es aber offensichtlich genau das ist wo Leute nachhaken und Nachfragen um ein Verständnis davon zu bekommen wie dein Arbeitsalltag überhaupt aussieht also um dich als Menschen dann ja auch offensichtlich greifen zu können besser.

00:27:04: Ja und auch so sichtbar zu machen was Wissenschaft braucht weil wenn jetzt zum Beispiel wieder Stellen abgebaut werden dann ist es mal relativ leicht zu erklären das ist total blöd weil wir bilden zb Lehrkräfte aus Das ist immer für Leute dann auch so, ja natürlich braucht man da noch Personal die die Engelschlägerifte ausbilden.

00:27:20: Aber es braucht auch... Die Wissenschaft an sich braucht Geld und Zeit und Personal Und ich glaube wenn da mehr Grundverständnis herrschen würde wäre das gesamtgesellschaftlich einfach schon ein großer Fortschritt.

00:27:31: Ich glaube aber auch, dass ist so eine Begriffsfrage was man unter Wissenschaftskommunikation versteht.

00:27:35: also wenn jetzt zum Beispiel diese großen Projekte wo der Outreach vorgesehen ist da geht es ja auch vor allem darum dass man nach außen hin kommuniziert welche Ergebnisse wie du sagst die Ergebnisorientierung dieses Projekt eben hervorgebracht hat.

00:27:49: das ist ja auch so einer Legitimationsgedanke von Wir machen die Wissenschaft, weil sie das und das Ergebnis hervorgebracht hat.

00:27:56: Und wir reden aber nicht darüber, wenn es auch mal scheitert.

00:27:59: Obwohl das auf die spannendsten Fragen sind, weil man ja auch davon lernen kann, warum scheitern

00:28:03: macht

00:28:03: was nicht.

00:28:04: Es liegt oft gar nicht daran, dass der Versuchsaufbau doof war sondern nichts vielleicht an ganz anderen praktischen Sachen oder so.

00:28:11: Das finde ich interessant und ich glaube, dass meine Absicht für Wissenschaftskommunikation also aus diesem Kontext von sozialer Ungerechtigkeit Der Grund ist, warum jetzt strukturell Geldgeber sagen wir brauchen Wissenschaftskommunikation.

00:28:27: Das ist ja realistisch leider nicht die Absicht.

00:28:30: ich glaube aber das ist was worüber man mehr reden muss wenn man mehr Menschen dafür auch begeistern möchte was man tut und natürlich auch die Ergebnisse die auch wir produzieren wichtig sind weil alle Leute konsumieren irgendwie diverse Medien jeden Tag um ein Grundverständnis zu schaffen mit allem was man konsumiert Medienformate, die man konsumiert kritisch umzugehen.

00:28:53: Das ist ja ein wahnsinniger Zugewin für jeder einzelne Person.

00:28:56: Ja absolut!

00:28:57: Also ich grübe da schon eine ganze Weile drauf herum weil ich bin der Meinung dass wenn es uns gelingt... Ich sage's mal jetzt marketingmäßig Wissenschaft salonfähig zu machen also zur in die Gesellschaft tragen zu können wie wissenschaftliches arbeiten funktioniert und wie Fragenaufstelle, Dinge-Hinterfrage nach Beweisen oder wie auch immer nach Belegensuche.

00:29:26: Dann kann das durchaus eine Demokratie unterstützen, bilden und es kann vor allen Dingen in einem sehr digitalen schnelllebigen Zeitalter glaube ich vielen Menschen eher wieder eine Stütze geben.

00:29:42: so meine wachhaltige These.

00:29:45: weil sehr viel Einflüssen und bei sehr viel Orientierungslosigkeit zumindest so was ich wahrnehme.

00:29:53: So dass ich der Meinung bin, das eben unabhängig davon, dass sich verstehe, dass gewisse ergebnisorientierte Kommunikation immer bleiben wird und bleiben muss, wobei ich da auch sehr differenzieren würde ob es immer diese klaren Success-Stories sein müssen oder ob man auch da deutlich transparenter kommuniziert, dass so ein medizinisches Produkt mindestens dreißig Jahre in der Entwicklung war und warum das so lange dauert.

00:30:18: Aber ich bin der Meinung, dass Wissenschaftskommunikation dann auch ganz viel Chance und Potenzial eigentlich hat was noch viel zu wenig gesehen und viel zu wenige gefördert wird.

00:30:32: Natürlich ist es eine Kapazitätsfrage, wie wir hier schon gerade dargelegt haben.

00:30:36: Wer soll das eigentlich leisten?

00:30:38: Wer soll diese Sensibilisierungsarbeit, dieser Aufklärungs- und Bildungsarbeit überhaupt machen?

00:30:45: Also ganz klar Frage Nummer eins!

00:30:47: Aber ich glaube auch was wo man noch zu wenig mit der zu adressierenden Gesellschaft denkt, sondern wenn dann nur für die zur adressieren der Gesellschaft.

00:31:00: Und dann häufig das ist ein Phänomen und es ist ohne Kritik

00:31:03: was ich

00:31:04: hier zumindest in Kiel feststelle dass auch einfach häufig den Leuten in der akademischen Blase schwer

00:31:12: fällt

00:31:13: sich zu überlegen wie sie denn Zielgruppen übergreifend kommunizieren Und dann häufig für zum Beispiel ohnehin engagierte Schulen, Wissenschaftskommunikationsangebote etablieren und nicht weiterwissen.

00:31:28: Das denke ich mir immer da.

00:31:29: eigentlich kann das doch jetzt der Punkt sein.

00:31:33: Gerade wenn wir uns über Wissenschaft unterhalten müssen wir gucken wo ist denn die Lösung?

00:31:37: Warum ist das jetzt das Problem und wie könnte eine Lösung sein, dass es noch weiter zu etablieren.

00:31:42: Also man müsste natürlich auch mal erheben jetzt wenn ich einen populärwissenschaftlichen Beitrag schreibe der aber immer noch für eine renommierte Zeitung ist also das wird mich die Breite der Gesellschaft lesen.

00:31:54: ja

00:31:55: genauso wie ein Podcast den podcast in ich aufgenommen habe zum beispiel das wird trotzdem vorrangig Leute, die irgendwie einen akademischen Hintergrund haben oder wahnsinnig viel lesen.

00:32:07: Das sind auch meistens Leute den akademischem Hintergrund am... Die dann intrinsisch interessierten Podcast zu einer Autorin hören, die nicht mal auf Deutsch übersetzt ist.

00:32:17: Also das ist auch wieder nur eine kleine Gruppe von Leuten, die da in diesem Podcast hört und die werden daraus gewinnziehen.

00:32:23: Das ist aber jetzt nicht die Breite der Gesellschaft.

00:32:25: Und ich glaube, als einzelne Person muss man auch nicht immer das große Ideal haben.

00:32:28: Ich habe das und das erforscht.

00:32:30: Und es ist toll, wenn das alle erfahren!

00:32:32: So meine ich das gar nicht.

00:32:33: Ich glaube eher, dass man wissen sollte was haben denn die Leute für Fragen?

00:32:37: Worüber wollen denn die mehr wissen?

00:32:39: Ja.

00:32:39: Wie kann man das vielleicht abklopfen?

00:32:41: Wofür interessieren sich dann Leute?

00:32:44: in diversen Bereichen arbeiten?

00:32:47: Wenn ich zum Beispiel zum Friseur gehe mache ich auch Wissenschaftskommunikation mit meinen Friseuren.

00:32:53: die interessiert sich dafür, was ich mache.

00:32:54: Die weiß ja auch immer schon, dass ich dann irgendwie wieder irgendwo hinfahre.

00:32:57: Wenn da mal auf einer Konferenz oder bin ich irgendwie auf Forschungsreise und dann ist sie, was machst du deine Forschungs-Reise?

00:33:03: Die dachte am Anfang, das ich irgendwie im Wald, im Zelt schlafe und irgendwelche Proben entnehme.

00:33:09: Und dann bist ich ihr gesagt, was Ich mache zum Beispiel.

00:33:13: Und ich glaube, da gibt es wahnsinnig viele Leute, die sich aus unterschiedlichsten Gründen dafür interessieren die aber gar nicht wissen, dass sie sich vielleicht dafür interessieren, weil sie gar nicht die Gelegenheit haben Fragen zu stellen.

00:33:24: Das ist jetzt sehr vageausgedrückt, ja?

00:33:26: Aber es ist rübergekommen.

00:33:27: was ich meine also... Ich habe oft unerwartet Gespräche mit Leuten aus unterschiedlichsten Berufsgruppen oder auch Altersgruppen, die erst dadurch das Sie hören, was ich mache, erst Fragen haben und weil sie damit dann unverhofft das erste Mal in Kontakt kommen.

00:33:43: Ich finde auch, dass die Hemmschwelle einfach eine große ist.

00:33:46: Also ich glaube grundsätzlich Ich weiß nicht, ob du das mal erlebt hast.

00:33:51: Ich hatte das auf jeden Fall auch lange hier als Moderatorin, dass ich überlegt habe ist es jetzt doof wenn ich nochmal nachfrage weil ich hab's einfach nicht verstanden also gerade Fachbereiche die für mich fachfremd waren wo ich dann gedacht habe okay ich habe ja schon relativ niedrigschwellig gefragt wenn die Antwort so komplex ist dann versteh' ichs wohl einfach nicht bis ich irgendwann an den Punkt war wo ich gesagt habe das ist ja totaler Quatsch.

00:34:18: Also dann war es halt einfach noch nicht dementsprechend erklärt.

00:34:21: Und wenn es mir so geht, dann gibt's mindestens noch weitere Leute da draußen die es gerade auch nicht verstanden haben.

00:34:27: und diese Hemmschwelle meiner Meinung nach fängt das auch schon in der Schule an weil es eine gewisse Kultur ist.

00:34:34: Eine gewisse Fragekultur die uns mitgegeben wird und auch mit einem Gewissen.

00:34:40: ich finde gar nicht dass es unbedingt mit Selbstbewusstsein zu tun hat sondern einfach wie.

00:34:44: Wie ist das Umfeld, in dem ich mich gerade begebe?

00:34:47: Wie sicher fühle ich mich vielleicht auch, dass sich da Fragen stelle und mich sozusagen im Moment entblöße, das nicht zu verstehen.

00:34:54: Und ich sage entblösse, weil es gesellschaftlich so bewertet wird häufig... Ja!

00:35:00: ...und das ist glaube ich Scham.

00:35:02: Das hat ganz viel mit Klassismus zu tun um den sozialen Milieu.

00:35:06: Das ist natürlich auch das Grundproblem oder eines der vielen Grundprobleme, dass sich schämt, Fragen zu müssen oder lieber eine Frage nicht

00:35:16: stellt.

00:35:17: Oder vielleicht nicht so neid of the proofs geht weil man denkt da vielleicht versteht das ja doch nicht was mir erklärt wird und dann fühle ich mich dumm?

00:35:24: Ja!

00:35:24: Oder man ist dabei stellt keine Frage vor allen anderen Leuten zum Beispiel.

00:35:29: Und natürlich möchte man dann schnell sagen oh da muss sich niemand verschämen Da würde ich dir sofort zustimmen es gibt keine dumme Fragen.

00:35:37: wenn ich gefragt werde weiß ich auch gar nicht was erklärt werden muss.

00:35:40: aber die Realität dass es auch sanktioniert wird gesellschaftlich, dass jemand etwas nicht weiß.

00:35:47: Ja die Leute haben ja einen Scham weil sie Erfahrung gemacht haben das ist das Schamgefühl verursacht

00:35:51: hat so.

00:35:53: Ja sehe ich aus so und also ich würde auch sagen wenn das die Antwort ist nicht.

00:35:56: doch du kannst alles fragen und das wird dahin gehen das Problem überhaupt nicht lösen.

00:36:02: aber Also ich habe jetzt auch keine Lösung in dem Moment, ad hoc parade.

00:36:06: Trotzdem denke ich mir wenn wir Formate entwickeln mit dem Bewusstsein das es diese Hürde durchaus gibt dann muss es eigentlich möglich sein Formate zu etablieren wo vielleicht das Setting nicht so ist dass ich als Person vor dreißig anderen Menschen eine Frage stellen muss sondern keine Ahnung Es ist ein kleinerer Kreis oder Interaktiver.

00:36:34: Man kann während man im direkten Gespräch ist oder, oder, also...

00:36:38: Oder es ist auf Social Media und man kann mit einem Anonyme-Account eine Frage stellen?

00:36:42: Ja!

00:36:43: Aber das ist sowieso... Also

00:36:44: heute ist ja die Kritikfolge.

00:36:46: Also meinerseits große Kritik.

00:36:49: du hast dich nämlich schon angesprochen Podcasts ist durchaus was was viele inzwischen auch in der Wissenschaftskommunikation annehmen Und ich empfinde podcast absolut inzwischen nischig und durchaus mit einem gewissen, also das hängt natürlich vom Podcast ab.

00:37:07: Aber ich finde es ist durchaus etwas elitäres.

00:37:11: und ja,

00:37:13: es gibt

00:37:13: diesen Podcast-Steal den man aber nutzt oder den viele nutzen.

00:37:19: Also wenn ich mir jetzt zum Beispiel TrashTV Reactions angucke dann ist der Setup auch ein Podcast, aber es ist primär auch fürs Visuelle ausgelegt.

00:37:31: Das heißt, man hat sich eher diese Seriosität die man mit Podcast verbindet angeeignet um das in dieses Setting mit reinzubringen mit einer ganz anderen Intention also und ich finde es interessant weil oder unabhängig von mir.

00:37:45: Es gibt ja durchaus Leute, die sagen Wissenschaftskommunikation muss auch viel stärker auf Social Media betrieben werden und da ist eine unheimliche Hürde weil das ganz viele aus der akademischen Welt als unseriös empfinden.

00:37:58: Man müsste dann... Da

00:37:59: sind wir wieder bei irgendwelchen gesellschaftlichen Standards.

00:38:02: und was schreibt man prästisch zu?

00:38:04: Ja!

00:38:04: Ja, also

00:38:05: absolut.

00:38:05: Aber da reich ich ja dem Zielgruppe?

00:38:07: Ich bin dann ganz froh in Anführungszeichen.

00:38:11: Also die englische Literatur-Kulturwissenschaft, da wird ja auch Social Media erforscht weil natürlich schon lange bekannt ist.

00:38:17: das sage ich egal was für eine neue Medienform historisch existiert.

00:38:21: Die wird natürlich immer erstmal verschrien vor allem wenn sie von von der Masse, in Massen konsumiert werden.

00:38:28: Aber genau das macht es ja einfach so zentral ist sich anzuschauen und zu bevorscheln weil dort einfach Bedeutung geschaffen werden auf Social Media finden.

00:38:36: ich meine dass jetzt was wissen wir heutzutage wahrscheinlich hoffentlich nicht mehr legitimieren.

00:38:40: aber da erfinden ganz wichtige Diskussionsstaate werden Emotionen geschürt genutzt gesammelt politisiert Leute werden radikalisiert.

00:38:49: also Auf unterschiedlichste Weise spielen diverse Medien eine große Rolle und ich weiß auch nicht, ob man es sich dann leisten kann da so zu bewerten was man jetzt als Hochkultur oder Nicht-Hochkultur gewertet.

00:39:00: Das ist eher etwas was in der Blase meiner Wissenschaft zum Glück auch den Begriff der Hochkultur sowieso nicht mehr vorherrscht.

00:39:08: das heißt aber nicht so dass es gesamtgesellschaftlich so ist nur weil die Anglisten und Amerikanist in dem Begriff schon lange verworfen haben.

00:39:16: Und kritisieren, das ist natürlich der Rest der Gesellschaft hält trotzdem noch an bestimmten kulturellen Werten fest.

00:39:22: Andere wissenschaftliche Disziplin haben da sicherlich auch Sternrunzeln was Social Media angeht.

00:39:32: Man muss aufpassen wenn man eine wissenschaftlichen Karriere anstrebt und muss einschätzen schadet mir das jetzt?

00:39:39: sowas angeht, je nach dem wozu mann.

00:39:40: Ich weiß jetzt nicht, als ob es irgendwas sehr kontroverses ist und dann das in einem bestimmten Infotainment-Steal of Social Media macht?

00:39:47: Dann erreicht man halt viele Menschen... ich mir fährt gerade kein gutes Beispiel ein weil mich würde das jetzt nicht so sehr betreffen.

00:39:54: Aber ich kann mir schon vorstellen dass das dann eine Entscheidung ist für viele zu sagen ich will ja nicht den Weg von Social media

00:40:00: obwohl

00:40:02: das ein Weg sein kann der sehr gut zurechtfertigen ist.

00:40:07: Also sei es jetzt nicht nur die Reichweite, aber auch dass man eben audiovisuell über so viele Wege ja etwas kommunizieren.

00:40:18: Man kann auch was schreiben und Text schreiben auf Social Media oder Video machen.

00:40:23: Und man kann interagieren mit Leuten relativ direkt.

00:40:29: Genau!

00:40:30: Die Barriere ist eine ganz andere.

00:40:33: Wir kommen da drei Gedanken... Gedanke Nummer eins.

00:40:36: Inwieweit habe ich externe Wissenschaftskommunikation verstanden, wenn ich da in meiner Zielgruppe bewusst klar unterscheide?

00:40:45: Und damit will ich nicht sagen es ist sehr schwierig, Zielgruppen übergreifend zu kommunizieren und jede Zielgruppee anzusprechen.

00:40:54: aber wenn ich von vornherein Zielgruppem ausschließe weil die Art der Kommunikation als augenscheinig unseriös oder nicht pristisch rechtlich erachtet, dann hat das für mich nichts mehr mit einem Verständnis von externer Wissenschaftskommunikation zu tun.

00:41:10: Mit diesem der Gesellschaft etwas zurückgeben was ja häufig eben als Antwort gegeben wird weil ich da ja relativ klar differenziere an welche Gesellschaft ich dann was zurück geben möchte.

00:41:20: Dann finde Ich

00:41:24: und wenn man sich zu schade ist was zurückzugeben in eine gesellschaft von der man eigentlich die immer eigentlich mitgedacht

00:41:29: hat Ja, zweiter Punkt.

00:41:31: Es gibt genug Menschen in der Gesellschaft die wissen welchen Einfluss Social Media einfach hat und wie viele Menschen man da erreichen kann Und wir haben das an verschiedensten Ecken mit verschiedenen Beispielen bereits erleben dürfen.

00:41:47: wenn sich Personen das aneignen Das ist natürlich ein großer Kritikpunkt dann auch was Wissenschaftskommunikation betrifft dass sie sagen ja gut da stellen sich Leute hin ohne einen wissenschaftlichen Hintergrund.

00:41:58: Und inszenieren sich aber als Personen mit wissenschaftlichem Hintergrund und spreaden dort Fehlinformation, was macht das?

00:42:06: Meiner Meinung nach müsste die Reaktion sein, ja dann müssen wir doch Leute auf Social Media erst recht etabliern ... Ja natürlich!

00:42:15: Weil es findet statt.

00:42:17: und wie sollen sie differenzieren können wenn es nicht das Gegenüber sozusagen gibt?

00:42:24: Und es wird ja immer komplexer, das auch zu hinterfragen.

00:42:29: Das finde ich schon sehr viel zu erwarten.

00:42:31: Ich habe in der Schule alles geglaubt mehr oder weniger was meine Lehrerin und mein Lehrer mir erzählt haben bis zu einem gewissen Punkt wo ich vielleicht gesagt habe okay warum ist in diesem Geschichtsbuch eigentlich das so dargestellt und dem anderen da, weil ich früher in den neuen Bundesländern in der Schule war.

00:42:49: Und dann plötzlich in den Alten ... Aber das ist ja was viel später erst mal entsteht dieses Ich-Hinterfrage-Dinge und vielleicht auch gar nicht wenn ich es nicht mitbekomme.

00:42:59: Also sind alles die Sachen, die ich sehr herausfordernd auf jeden Fall empfinde und wo ich sage, da muss auf Seiten von Wissenschaftskommunikationen, wenn wir wirklich etwas erreichen wollen muss da deutlich mehr passieren.

00:43:15: Ja, und ich glaube auch dass man sich fragen muss bei bestimmten Medienvermahnen wie zum Beispiel Social Media kann man sich das denn gerade

00:43:22: leisten

00:43:24: unter gegebenen geopolitischen Situationen der Zuge der Faschisierung die Klimakrise die alternativen Fakten dikusieren?

00:43:34: also kann man es sich leisten dann da die Nase zu rimpfen und zu sagen

00:43:38: Das

00:43:39: ist kein seriöses Medium Es ist ein Medium, das Medium der Massen.

00:43:43: Und ist man sich da jetzt so schade, sich auf das Level zu begeben?

00:43:47: Das finde ich schon eine sehr arrogante Haltung.

00:43:52: Muss ich so sagen... Ja!

00:43:54: Nicht dass das jeder machen muss, es muss auch zu einem passen.

00:43:56: Man muss sich selber wohlfühlen mit dem Medium was man bildet für die Wissenschaftskommunikation.

00:44:00: aber per se zu verurteilen find' ich extrem vielgeleitet.

00:44:05: Ich bring

00:44:06: mal einen Argument oder eine Herausforderung auf jeden Fall, die damit einhergeht mir gleich deine Erfahrungswerte vielleicht auch im Zuge des Certificatsprogramms damit erzählen.

00:44:16: Viele sagen natürlich, na ja das was Wissenschaftskommunikation so komplex macht ist breche ich wie runter.

00:44:27: und wo lasse ich vielleicht Dinge weg, damit sie erstmal allgemein verständlich sind.

00:44:32: Aber mache ich mich dann auf der anderen Seite nicht gleich angreifbar?

00:44:35: Weil keine Ahnung, Fakt XY halt gerade nicht mit berücksichtigt wurde?

00:44:41: Und stelle ich mich an dieser Situation oder lass es lieber gleich ganz sein?

00:44:45: und Ich weiß dass das grade eben in dieser Diskussion Social Media sehr, sehr gerne als Argument hervorbracht wird.

00:44:52: Weil man natürlich bei social media Formaten häufig noch reduzierter kommuniziert als jetzt in einem sechzigminütigen Podcast wo ich deutlich mehr vielleicht in der Tiefe gehen kann.

00:45:02: Wie empfindest du das?

00:45:04: Wo sagst du da mache ich meine Grenze?

00:45:07: oder da muss man auf jeden Fall schon auch aufpassen weil einen vielleicht Dinge die könnten entfremdet werden oder Leute könnten dann das was sich da vielleicht kommuniziert habe wiederum anders interpretiert weitergeben.

00:45:19: Siehst du das als Herausforderung?

00:45:21: oder wo würdest du sagen, da muss man schon darauf achten?

00:45:24: Also eine Herausforderung ist es natürlich auf jeden Fall weil je mehr man simplifiziert, desto mehr kann etwas aus dem Kontext genommen werden.

00:45:32: Ich glaube dass trifft jetzt vielleicht andere Forschungen noch mehr zu als jetzt vielleicht auch meine aber ich glaube grundsätzlich die Sorge immer dar und ja auch berechtigt.

00:45:41: Ich glaub ne andere ganz praktische Frage Betreibwissenschaftskommunikation über Social Media, zum Beispiel Instagram und TikTok.

00:45:53: Bin ich gewappnet für das was es erfordert?

00:45:56: also sei jetzt das regelmäßige Posten weil wenn man's nicht halbwegs regelmäßig macht dann erreicht das sowieso kein einfach weil die Algorithmen so nicht funktionieren.

00:46:05: Das heißt ist das ein Commitment was sich leisten kann?

00:46:08: da sind wir wieder bei den Zeitressourcen und unbezahlte Arbeit.

00:46:11: und auch glaube ich mental komme ich damit klar wenn Leute dass nicht gut finden.

00:46:18: Also, wenn ich mich... Ich mach auch sehr viel zu so negativen Effekten und Geschlecht- und einfach so weibliche Apathie auf dem Buchmarkt oder die Vermarktung davon von weiblichen Elend aufm Buchmarkt?

00:46:32: Oder sexualisierte Gewalt gegen Frauen als Buchtrend

00:46:36: usw.?

00:46:37: Wenn ich das jetzt kritisiere und meine Forschungsdaten dazu postpacken würde dann würden da auf jeden Fall Kommentare zukommen von irgendwelchen Leuten, die das albern finden.

00:46:48: Ich hab das noch nicht gemacht aber ich habe es bei anderen Leuten gesehen, die ähnliche Sachen machen.

00:46:52: Dann kommen diese Kommentare von oh und dafür werden unsere Steuergelder jetzt verumglimpft.

00:46:57: oder die sollen mal lieber was vernünftiges machen oder irgendwie irgendwelche feministischen Echo-Kammern bla bla bla.

00:47:04: Und ich glaube Da muss man sich bewusst sein dass man Strategien haben muss um damit umzugehen und nicht sich davon die Energie auffressen zu lassen, die man noch in die Promotion, in die Forschung, in der Lehre und alles andere was man machen möchte und machen muss steckt.

00:47:22: Ich glaube das ist einfach auch eine Abwebung gerade bei Social Media weil ich glaube gerade diese direkte Kommunikation mit den Leuten, die das empfangen ja nicht unbedingt gut empfang immer aber auch also das was der Vorteil daran ist sehr natürlich auch ein Nachteil.

00:47:39: Man kann sich nach Kritik ja auch nicht mehr entziehen Da muss man ja auch nicht immer und gleichzeitig kann man natürlich gewisse Sachen ignorieren.

00:47:45: Und ich glaube, da muss man von vornherein sehr sich das sehr bewusst machen was mögliche Resonanzen sind von dem wenn man etwas simpel also ich glaube so dieses etwas simple runterbrechen und dann klingt es vielleicht etwas falsch.

00:47:57: Ich glaub dass kann man noch halbwegs gut berichtigen oder man kann ja Sachen in mehrere Posts aufdröseln.

00:48:04: Also ich glaube man kann schon Wege finden sind das Lehramt durch, also diese didaktische Reduktion von dem Inhalt.

00:48:13: Ich glaube da kann man eigentlich mit jedem Inhalt schon irgendwie machen und mit den richtigen Strategien.

00:48:18: Ich glaub nur dass wie man dann mit möglichen Reaktionen umgeht muss man einfach üben und da braucht man glaube ich Geduld und dickes Fell.

00:48:27: Wir kommen jetzt gerade verschiedene Funk-Antworten, beispielsweise oder andere die zum Beispiel ZDF Info kenne ich auch.

00:48:34: Die dann immer mal wieder sagen wir haben das Feedback bekommen dass und wir wollten diesen Post dahingehend korrigieren danke für das Feed back.

00:48:41: oder wir wollen es darum ergänzen oder wie auch immer.

00:48:44: also da stimmt schon man kann theoretisch im eigenen Ermessen gut darauf reagieren wo man den Bedarf sieht nochmal zu adjustieren.

00:48:52: Aber die Vulnerabilität, also da würde ich auch sagen.

00:48:55: Das ist ja etwas wo ich jetzt und dann schweifen wir kurz vom Thema ab.

00:49:00: aber selbst bei Influencerin bin ich immer so dass sich sage Ja es gibt viele Leute die da so ein Hate schüren aber ob sie sich auch damit irgendwie im Klaren sind was für einen mentaler

00:49:15: Druck

00:49:16: damit irgendwo einhergeht sich dementsprechend zu präsentieren sicher quasi in diesem direkten, also man ist ja permanent bewertbar auf diesen Plattformen.

00:49:29: Das ist ja was ganz anderes.

00:49:30: wenn ich jetzt den Podcast hier aufnehme und einer Person gefällt es nicht dann kann natürlich ein Feedback geschrieben werden aber

00:49:38: das passiert

00:49:39: wirklich seltenst.

00:49:41: Aber dass bei Social Media alles deutlich niedrigschwelliger möglich Und wie du schon gesagt hast, wenn ich nicht möchte dass es auf mich zurück zu verfolgen ist dann halt mit einem Fake-Account.

00:49:52: Dann geht das noch leichter von der Hand?

00:49:55: Ich glaube das sind wahrscheinlich Gedanken da bist du schon zehn Schritte weiter als die Leute die überhaupt überlegen wie sie Wissenschafts Kommunikation auf Social Media betreiben könnten.

00:50:03: aber total wichtig natürlich dass man schaut wer kann das überhaupt leisten und dann wie und welche Themen muss man vielleicht schon vorab so überlegen, was geht damit auch für Herausforderungen?

00:50:16: Das bietet man für Angriffsflächen eventuell.

00:50:19: Wie schützen wir dann die Personen, die da auf jeden Fall kommunizieren?

00:50:24: und

00:50:24: ich glaube auch, was da noch mal schwierig ist zum Beispiel zum Punkt Anonymität das gilt ja nicht nur für die Leute, die kommentieren sondern ja auch für einen selbst wenn ich jetzt

00:50:34: eine...

00:50:35: Also was ich ja auch mal schön finde ist, wenn man das eben nicht alleine macht.

00:50:38: Ich find eh in Wissenschaft funktioniert als Einzelkämpferin, auch wenn wir irgendwie durch die wirtschaftliche Situation und das prekäre Arbeiten in der Wissenschaft gezwungen sind.

00:50:47: Dass wir irgendwie alle unser Ding machen an unseren Lebenslaufbauern und die Ellenbogen ausfahren sollen.

00:50:52: So funktioniert ja aber keine gute wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung.

00:50:56: Das funktioniert nie im Austausch einer Kollaboration und das gleiche gilt für die Wissenschaftskommunikation.

00:51:01: ich glaube mehr zusammenarbeiten so was wie Schreibkolektive Leute die gemeinsam zum Beispiel eine Social Media Seite zu einem bestimmten Thema betreiben Das nimmt wahnsinnig viel Last von der einzelnen Forscher in, aber auch bestimmte mentale Belastungen.

00:51:17: Sei es jetzt wenn da irgendwie so ein Shitstorm oder irgendwas kommt oder was Out of Context Probleme bereitet?

00:51:25: und wenn's besonders politisierte Themen sind wo man sich angreift macht oder wo man vielleicht Angst um seine Person haben muss möchte man dann da dass der Name da steht also alleine schon das ich einen gender schwer Punkt habe zum Beispiel meiner Forschung ist das was, was Probleme macht wenn ich jetzt in bestimmte Länder reisen werde oder so.

00:51:43: Also mache ich das alles mit meinem Namen?

00:51:45: Oder überlege ich mir im Pseudonym?

00:51:46: Oder vielleicht mache ich es sogar an einen anonymisierten Gruppe oder einer Art Kollektiv?

00:51:52: und dann ist aber die Frage Ich möchte ja trotzdem dass Leute, die diese Wissenschaftskommunikation erreichen soll, die sollen ja eine Lage sein zu unterscheiden sind das Jetzt?

00:52:00: ist das jetzt seriöse Wissenschaft Mit peer-review Daten und Qualitätsprüfung?

00:52:07: Oder sind das eben die, die sich als solche inszenieren?

00:52:09: Und wenn man aber anonym bleibt muss man trotzdem einen Weg finden zu zeigen.

00:52:13: Dass das gesichertes Wissen ist oder in der Forschung anerkanntes Wissens was kommuniziert wird und nicht Leute, die sie sich als solch inszeniert.

00:52:23: Und da es oft so wie man dann sich nicht identifiziert, dann wird man eher.

00:52:27: also ich könnte mir vorstellen dass das einfach ein bisschen schwierig sein kann.

00:52:31: Also das ist so eine

00:52:33: Total

00:52:34: Spannung, die ich meine.

00:52:36: Also ich glaube, wenn man nur kommuniziert was ohnehin bereits veröffentlicht wurde also Artikelpaper wie auch immer.

00:52:44: dann kann man natürlich relativ gut mit Belegen argumentieren und arbeiten.

00:52:49: Ich glaube eine grundsätzliche Sensibilisierung für WISCOM.

00:52:53: Ich habe mir jetzt gerade so ein nonbinäres nicht zuschreibbares Wesen vorgestellt bei Social Media kommuniziert als, weiß ich, wissenschaftliches Wesen.

00:53:06: Was von Institut zu Institut fliegt?

00:53:08: Das wäre jetzt zu groß.

00:53:09: aber wie auch immer das wird wahrscheinlich schon schwieriger dass man da irgendwo eine gewisse viele Menschen brauchen einfach was wo sie sagen.

00:53:16: das legitimiert jetzt diese Person das zu sagen.

00:53:19: deshalb fällt es ist auch so einfach dahin gehen das ist ja schon fast tragisch diese Stereotype aufzugreifen und für Leute da irgendwas zu inszenieren.

00:53:28: Also ich habe mir das mal viel auf TikTok angeguckt, es reicht wirklich der weiße Kittel- und die Laborbrille und dann erzählt die Person aber vielleicht was über informatik oder also irgendetwas wo es gar keinen Sinn macht dass man jetzt diesen weißen Kittel trägt oder eine Schutzbrille.

00:53:44: trotzdem schreibt man diesem In den Medienwissenschaften will man jetzt sagen, mise en scène.

00:53:50: Also diesen ganzen Attributen dieser Person schreibt man zu... krass seriös!

00:53:56: So auf einen ersten Blick.

00:53:57: Ja es ist auf jeden Fall komplex.

00:53:59: Ich glaube trotzdem dass wir uns da mit Lösungsstrategien beschäftigen sollten und eher nach dem Giant Failure-Prinzip zu gehen Lieber als probieren Und eben gegen Personen, gegen Kommunikation, gegen Strategien Zu all denenjenigen dies nämlich für sich quasi vereinnehmen und da dann eben unseriöse, nicht-faktenbasierte Informationen spreaden.

00:54:24: Das passiert auf jeden Fall schon deutlich mehr auf Social Media.

00:54:28: Aber zurück

00:54:30: zu dir hast du schon einen Abschlussprojekt?

00:54:33: Also das ist ja was, was im Zertifikat auch durchaus immer mal gemacht werden muss beziehungsweise wo man auch sagen kann dass und das habe ich gemacht und es zählt als Abschluss

00:54:42: Projekt also viele...

00:54:43: machen das ja noch explizit oben drauf und bei anderen sagen, nee mein Science Show auftritt da und da.

00:54:48: Das war mein Abschlussprojekt.

00:54:50: was ist es bei dir?

00:54:51: Ja es ist ganz interessant.

00:54:52: also ich habe so viele freie Aktivitäten gemacht dass ich mir eigentlich eins aussuchen kann was jetzt davon das ist weil ich schon über der Punktzahl bin.

00:54:59: Ja cool!

00:55:00: Aber in meinem Kopf hab' ich natürlich irgendwie doch sowas und ich glaube einfach die Lesungen die ich gemacht habe So als Gesamtkonzept, also die literaturwissenschaftlich basierte aber nicht rein literatur- wissenschaftliche Lesungen und Diskussion mit Autorinnen hier vor Ort.

00:55:22: Und Buchbesprechung das ist etwas was für mich in meinem Kopf mein großes Projekt ist, was eben aus vielen Bestandteilen besteht weil dass etwas ist was in Kollaborationen mit der Autorin entsteht aber teilweise auch mit interessierten Studierenden die zu diesen Lesungen kommen, die nicht auf der Literaturistenschaft kommen und dann aber mittlerweile regelmäßig kommen und Fragen stellen.

00:55:48: Also da gibt es ganz viele interessierte Leute vom IPN aus anderen Instituten oder die bringen noch Freunde mit oder die bringe ihre Kinder mit zur Lesung weil sie auch lesen und auf Englisch lesen Und da kommen ganz spannende Gespräche zustande und das ist für mich eine besondere Art persönlichen Wissenschaftskommunikation.

00:56:11: Ja, glaube ich!

00:56:12: Ist es was wo du sagst egal wie's hier jetzt weitergeht das würdest du irgendwie versuchen auch weiter zu betreiben oder?

00:56:21: Ich würde es wahnsinnig gern machen.

00:56:22: aber ist es glaub ich nicht so realistisch weil es einfach ohne diese institutionellen gegebenen Gegebenheiten also dass sich hier ein Raum hab.

00:56:30: Das in der Studie gibt er das von Radzahlen möchte und dann die Leute einzuladen das war bisher alles gefördert fast alles Nicht alles, aber fast alles von der Initiative für Frauen aufs Podium.

00:56:42: Von einer philosophischen Fakultät über die ich eben weibliche Wissenschaftlerinnen und Kunstschaffende einladen konnte.

00:56:49: Das war auch immer so eine... Die sind nicht nur für das Wiskum-Event gekommen sondern die waren eben auch in der Lehre mit meinen Studierenden.

00:56:59: vor diesem Wissenschaftskommunikations-Event mit der Lesung abends.

00:57:02: Er wird meinen Studierenden zusammen auch gearbeitet oder eine Sitzung besucht und Fragen beantwortet,

00:57:08: d.h.,

00:57:09: das war mal so ein Kombi-Events.

00:57:11: Aber das waren alles institutionelle Mittel und ich sehe nicht wie ich das machen könnte.

00:57:16: Ich habe tatsächlich auch mit der Stadt Kiel schon ... War ich im Gespräch um zu gucken ob man darüber Autorinnen einladen kann aus Irland?

00:57:25: Und deren Argument war also nein!

00:57:29: Solange die das nicht auf Deutsch machen können.

00:57:34: Ich kann auch Versuchungen in Echtzeit zu übersetzen, dass es wahnsinnig anstrengend extra Ausbildung zurecht, weil es wahnsinnig kommunitiv fordernd ist.

00:57:43: wenn ich jemand leitet an und jemand übersetzt in Echzeit was die Person auf Englisch sagt.

00:57:49: Und dann sind das ja Bücher die nicht alle auf Deutsch übersetzt wurden oder in Deutschland noch mal erschienen sind auf Deutsch dann ist natürlich auch die Frage ja, warum sollen denn da Leute hingehen wenn sie das Buch gar nicht lesen können auf Englisch?

00:58:01: Ja zumal.

00:58:02: Also das tut mir leid, dass ich da jetzt auch wieder mal so ein Gegenruf bin.

00:58:06: aber es gibt ja selbst bei der Kieler Woche Slots für Design Show nur auf englisch

00:58:16: und es gibt auch Leute in unserer Gesellschaft die auch nur Englische sprechen.

00:58:19: Ja absolut!

00:58:20: Den kann man ja auch immer was bieten Aber die werden dann natürlich auch nicht mit bedacht.

00:58:25: Oder es wird irgendwie nicht gerecht verteilt, also das ist ein bisschen abiträer.

00:58:29: Es gibt auch genug Angestellte hier am Campus, die keinen Vortrag auf Deutsch halten können.

00:58:34: Internationalisierung gehört ja auch einfach dazu?

00:58:36: Ja!

00:58:37: Nicht nur in der Uni sondern auch in jeder Ebene der Gesellschaft und ich fand's sehr schade dann dass man nicht jemanden einladen kann.

00:58:45: und gerade wenn Leute nicht die deutsche Sprache beherrschen

00:58:49: aber...

00:58:50: sich für Literatur interessieren, aber Englisch sprechen und denen keine Lesung bieten zu dürfen oder zu können.

00:58:55: Außerhalb dieser institutionellen Rahms.

00:58:58: Zumal dies ja auch Science Camps to Town in Kiel ist.

00:59:03: Ja, spannend!

00:59:05: Und diese Events sind oft auf Eng... Also die Tite sind oft so englisch- oder englizistisch, aber die Inhalte dürfen nicht zu Englischen.

00:59:14: Tja absolut,

00:59:16: sehe ich auch den Punkt.

00:59:18: Na gut, dann frage ich nochmal an das.

00:59:21: Wie glaubst du denn unabhängig vom privaten Rahmen?

00:59:25: Weil ich glaube, dass wird sich bei dir nie verändern so wie du es ja auch schon gesagt hast.

00:59:29: Das scheint einfach... Ja also meinte ich ja schon.. Ich habe auch hier Stimmen gehört die mir viel davon berichtet haben, dass sie ihren Familien oder ihren Freunden in denen überhaupt gar nicht erklären konnten, was sie machen.

00:59:42: Weil es ihnen so schwer gefallen ist, das so runterzubrechen, dass irgendwie funktioniert hätte und sie sich erst im Wissenschafts-Zertifikatsprogramm, im Wissenschaftskommunikationszertifikatprogramm erlernt haben, es so runter zu brechen, daß es ein externes Publikum versteht und sie erst dann ihren Familien verständlich machen konnten wozu sie forschen konnten.

01:00:04: So dadurch ich bei dir das Gefühl habe dass es was ist, was du kannst.

01:00:11: Was dir liegt.

01:00:13: Was du auch einfach schon ganz viel betrieben hast.

01:00:17: Ich glaube ich wird das etwas sein, dass du auch dein Leben lang fortführen wirst.

01:00:21: aber wie stellst du dir deine Zukunft mit Wissenschaftskommunikation vor?

01:00:26: Also in der letzten Folge habe ich die Lara explizit nach ihrer wissenschaftlichen Karriere und ihren Wünschen dazu gefragt.

01:00:35: Das haben wir ja hier auch schon rausgestellt.

01:00:36: Wissenschaftskommunikation, klar intern wirst du die betreiben wenn du eine wissenschaftliche Karriere weiter fortführst.

01:00:42: extern das muss es nicht unbedingt sein.

01:00:44: was wünschte dir für dich?

01:00:46: Was hast du da für Visionen?

01:00:49: also so lange ich Wissenschaft mache möchte ich sie auch gerne in irgendeiner Form kommunizieren.

01:00:55: soweit es mir möglich ist sollte es mir möglichst sein in der Zukunft würde ich gerne einen gesicherten Rahmen dafür haben also irgendwas was es finanzierbar macht oder realisierbar macht, ganz allgemein gesagt.

01:01:10: Ich würde wahnsinnig gerne ein populärwissenschaftliches Buch schreiben irgendwann mal – nicht sofort!

01:01:18: Erstmal muss ich das raus.

01:01:20: Aber so auf lange Sicht, weil das etwas ist, was ich selbst gerne lese aus anderen Bereichen und ich weiß wie viel Arbeit das ist, einen Buch zu schreiben wenn man in der Zeit auch ein wissenschaftliches in der Wissenschaft.

01:01:35: Das muss man ja auch sehen, also bei jedem Buch.

01:01:37: das ist übrigens etwas was man gut beobachten kann auf dem Buchmarkt.

01:01:40: da bin ich jetzt wieder aus meiner Forschungsperspektive.

01:01:43: die Bücher ganze Bücher die populär wissenschaftlich sind das sind oft Leute mit einem Lehrstuhl Professorinnen die gesicherten Arbeitsplätze haben und Ich habe auch schon Leute getroffen die eine Entfristungen bekommen haben und meint nur es kann nicht endlich das Buch schreiben weil man vorher einfach man hat so wenig Zeit man ist nur am priorisieren was man irgendwie schafft Und man muss priorisieren, was ein überhaupt an der Wissenschaft hält.

01:02:08: Also wissenschaftlich publizieren.

01:02:10: Weil die Zeit, die man als populärwissenschaftliche Schreiben stecken würde oder in Podcasts und Social-Media Seite ist eine Zeit, wo man auch Forschung könnte und so lange man prekär beschäftigt ist.

01:02:21: Und dann fliegt man halt raus!

01:02:23: Und das ist auch etwas, was schade ist, weil sehr viele kritische, neue, interessante Forschungen vielleicht von Leuten betrieben werden, die nicht schon ... sehr lange in Wissenschaftsbetriebs sind und vielleicht neue Ansätze verfolgen.

01:02:35: Das soll gar nicht so klingen, dass alles veraltet ist nur weil... Also natürlich machen Leute die schon lange Wissenschaft machen trotzdem aktuelle Forschung.

01:02:42: So meine ich das jetzt auf keinen Fall.

01:02:44: aber ich glaube da es ganz viele originelle Ansätze dann

01:02:47: oft

01:02:48: nicht in derselben Masse unter die Leute kommen, weil die Leute sie nicht erübrigen können ein Buch zu schreiben zeitlich

01:02:55: ja

01:02:55: und finanziell.

01:02:57: Na gut Dilara, vielen Dank auch hier für diese Folge.

01:03:01: Danke für die Einladung und die vielen Fragen!

01:03:05: Ja ich fand es sehr schön und ich fand das nochmal total für mich erhellend.

01:03:11: heute und diese Wissenschaftskommunikationsfolgen habe ich ja sozusagen immer wiederkehren und ich betone schon dass ich jedes mal neue Ansätze, jedes Mal neue Aha-Momente habe.

01:03:22: aber ich glaube was wir auch noch einmal zum Ende wirklich betonen können ist dass gerade im wording vielleicht auch wirklich hier am Standort Kiel geguckt werden kann.

01:03:36: Wie frame ich den ganzen Rahmen rund um Wissenschaftskommunikation, um das alleine schon...um da schon eine Barriere zu nehmen fachübergreifend und wie möchte ich eigentlich?

01:03:50: Was möchte ich am Ende als Institution aber auch als Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation.

01:03:57: Also wie möchte ich das betreiben?

01:03:58: Wo mache ich da den Start und wo ende

01:04:00: ich?".

01:04:01: Und ich finde, dass es ganz schön ist, wir einfach schauen... Dass wir vielleicht ja in Zukunft... Vielleicht haben wir ja mal eine Special-Folge!

01:04:08: Wir haben hier immer jetzt eine Specialfolge also es kommen immer zwei Doktorandinnern Ganz klassischer Aufbau und dann kommt immer eine Special Folge zu.

01:04:16: bis jetzt Personen die in der Wissenschaftskomunikations tätig sind.

01:04:21: Aber vielleicht laden wir ja in Zukunft auch Leute ein, die gerne mehr zu Wissenschaftskommunikation wissen möchten und die uns dann mal erzählen was sie überhaupt interessiert.

01:04:31: Das fand ich eigentlich eine schöne Idee heute den

01:04:33: Begriff Wissenschaftskomunikations, dem Begriff ganz Wort wörtlich nehmen weil eine Kommunikation ist ja nicht nur Ich überleg mir was sich kommunizieren will und dann sage ich das was ich sagen will dass er eher monolog mit einem möglich Publikum aber im medial verkompt in der Kommunikation ja auch noch vom Dialogpartner etwas zurück.

01:04:52: Ja!

01:04:53: Und vielleicht kann man den Aspekt irgendwann mehr einbringen?

01:04:57: Total, finde ich auch.

01:04:58: Finde ich eine schöne Idee.

01:04:59: Also... Auch hier wenn ihr Fragen habt, wenn ihr euch jetzt selbst motiviert fühlt mehr über Wissenschaftskommunikation zu erfahren oder Teil des Programms zu werden dann kontaktiert sehr gerne das Graduiertenzentrum.

01:05:12: Wenn ihr, weiß ich gar nicht, gibt es nochmal ne Reihe.

01:05:17: Kannst du noch mal jetzt, solange du hier angestellt bist Autorinnen einladen?

01:05:23: Ja hoffentlich im Sommersemester.

01:05:25: Frauen aufs Podium haben mehr Gelder bewilligt das ist ganz toll und das Datum steht aber grad nicht.

01:05:32: deswegen kann ich das jetzt gerade nicht genau sagen weil sich das einfach kurzfristig geändert hat.

01:05:39: Aber wer Lust und Laune bekommen hat behaltet es auf jeden Fall im Blick.

01:05:43: Ich werde auch hier wieder deine Kontaktdaten mit in die Shownots packen bzw.

01:05:48: auch die Institutsseite verlinken, wo über das mit Sicherheit kommuniziert und beworben wird – dann sieht man sich vielleicht

01:05:57: da!

01:05:58: Bis dann, tschüss!

01:06:25: Untertitel im Auftrag des ZDF.

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