#45 Jannik Rank: Vom Labor zur Industrie: Mechanisches Verhaken statt Chemie – Promotion in den funkt. Nanomaterialien

Shownotes

In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! nehmen wir euch mit an die Technische Fakultät – genauer gesagt in den Lehrstuhl für funktionale Nanomaterialien. Doktorand Jannik forscht an der elektrochemischen Oberflächenstrukturierung von Metallbändern und Drähten. Ziel seiner Promotion ist es, eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen, chemisch aggressiven Haftvermittlern zu entwickeln.

Statt auf chemische Bindungen setzt das Team auf ein mechanisches Prinzip: Durch gezielte elektrochemische Ätzprozesse entstehen mikrostrukturierte Oberflächen, die Kunststoffe formschlüssig „verhaken“ – vergleichbar mit einem dreidimensionalen Puzzle. Der Clou: Das Verfahren soll nicht nur im Labormaßstab funktionieren, sondern industriell skalierbar sein. Von zehn Zentimetern Draht im Labor bis zu zwei Kilometern Edelstahlband in einer kontinuierlichen Anlage – Janniks Promotionsprojekt ist eng mit einem Industriepartner verknüpft und zeigt beispielhaft, wie wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und technologische Anwendung ineinandergreifen.

Wir sprechen über:

  • den Weg in die Promotion
  • über Hiwi-Tätigkeit und Masterarbeit,
  • Forschung zwischen Labor, Anlagenbau und industriellem Upscaling,
  • Nachhaltigkeit durch elektrochemische Verfahren,
  • wissenschaftliche Denkweisen im Umgang mit „Nicht-Erfolgen“,
  • Patente, Publikationspraxis und NDA-Herausforderungen in Industrieprojekten,
  • Konferenzen zwischen Rostock, Seattle und Prag,
  • sowie die Frage, wie viel Freiheit in industrienaher Forschung steckt.

Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie eng Grundlagenforschung, technologische Entwicklung und Nachhaltigkeitsfragen miteinander verbunden sind – und warum es manchmal gerade dann spannend wird, wenn etwas nicht funktioniert.

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